Fußgängertunnel wird abgerissen: Nutzung als Jugendclub nicht möglich

Mitte. Der seit 2009 stillgelegte Fußgängertunnel unter der Karl-Liebknecht-Straße auf Höhe der Markthalle Alexanderplatz wird abgerissen. Das bestätigt die Senatsverkehrsverwaltung auf Anfrage der Berliner Woche.

Der marode Tunnel wurde mit dem Verkauf des Grundstücks Ecke Karl-Liebknecht-Straße und Gontardstraße stillgelegt, weil ein Teil des Fußgängertunnels auf dem verkauften Grundstück liegt. Wenn der Investor dort mit dem Bau beginnt, wird der Tunnel abgerissen. Allerdings ist bisher nichts passiert.

Der Verein Moabiter Ratschlag, der am Alexanderplatz das Projekt „JugendAktionsRaum“ veranstaltet, wollte den ungenutzten Tunnel gern zum unterirdischen Jugendclub ausbauen.

Im Oktober eröffnet der Moabiter Ratschlag einen temporären Jugendclub in einem Schiffscontainer, der neben dem Beachvolleyballfeld aufgestellt wird. Zwei Sozialpädagogen wollen in dem Container Projekte und offene Beschäftigungsangebote vor allem für die rund um den Fernsehturm herumlungernden Flüchtlinge machen. Das Projekt ist bis Ende 2019 angelegt. Für die Zeit danach sucht Projektleiterin Katharina Homann eine dauerhafte Lösung. Weil es am Alex kaum bezahlbare Mieträume gibt, hatte Homann die Idee mit dem Tunnelclub.

„Eine Reaktivierung sowie eine zwischenzeitliche anderweitige Nutzung des Fußgängertunnels ist nicht möglich“, sagt Jan Hoffmann von der Senatsverkehrsverwaltung. DJ
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