"Berliner Netzwerk für Ausbildung": Jugendliche fit machen

Serkan Saral, Ausbildungsleiter von Thürmann, zeigt einem Schüler, wie man aus Marzipan Rosenblüten formt. (Foto: bbw/BNA)
Das "Berliner Netzwerk für Ausbildung (BNA)" hat seinen Sitz in Mitte. Dort gibt es Unterstützung bei der Berufswahl und Bewerbung, die wirklich funktioniert. Von hier starten jedes Jahr ein paar hundert Jugendliche, die im 10. Schuljahr sind, erfolgreich in betriebliche Ausbildung - und das oft skeptisch und unsicher, ohne Wissen über Berufsbilder, freie Ausbildungsplätze, Bewerbungsabläufe. Viele Schüler können sich kaum mit ihren Noten empfehlen, weil sie die Schule ohne den Mittleren Schulabschluss abschließen werden. Und mehr als die Hälfte der Schüler hat einen Migrationshintergrund. Trotzdem schafft es das "Berliner Netzwerk für Ausbildung" immer wieder sie für eine betriebliche Ausbildung zu begeistern und sie gut darauf vorzubereiten. In diesem Jahr haben schon knapp 140 eine Ausbildungszusage.

Dabei kann sich das Netzwerk in Berlin auf rund 350 ausbildungserfahrene Firmen aller Größenordnungen verlassen. Sie gehen tolerant und offen mit Bewerbungen der Netzwerkschüler um, geben ihnen eine Chance. "Die Firmen wissen, wer aus dem Netzwerk kommt, ist gut vorbereitet", sagt Daniela Jobst, Ausbildungsleiterin der Unternehmensgruppe Dr. Eckert. Das Netzwerk sorgt für Information über Berufsbilder, Ausbildungsplätze und gibt Jugendlichen und Firmen die Gelegenheit zueinander zu finden. Es fördert die Stärken der Jugendlichen, coacht sie für die Bewerbung, organisiert Azubi-Castings und regt Probearbeitstage in Firmen an. So funktioniert der Einstieg ins Berufsleben - auch für Schüler mit Startschwierigkeiten.


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