Hafenbar zieht um: berühmteste Schlagerparty Berlins ist ab 3. Juni am Alex

Wann? 03.06.2016 21:00 Uhr

Wo? Hafenbar, Karl-Liebknecht-Str. 11, 10178 Berlin DE
Das Haus in der Chausseestraße 20 mit der legendären Hafenbar wird im Juni abgerissen. (Foto: Dirk Jericho)
 
Nur der Standort ist neu, alles andere bleibt, wie es ist: Das legendäre Fischernetz an der Decke kommt auch mit. Hafenbar-Käpt'n Klaus Zagermann hatte es zu DDR-Zeiten angebaut, weil es kein Material für eine Holzvertäfelung gab. (Foto: Hafenbar)
Berlin: Hafenbar |

Mitte. Bis zuletzt hatte der neue Käpt‘n des Schlagerdampfers, Hafenbar-Urgestein und langjährige Barfrau Petra Schreiber, den neuen Standort geheim gehalten. Jetzt sind die Verträge in Sack und Tüten und die originale Einrichtung der legendären Tanzkneipe bereits am neuen Standort eingebaut.

„Hölle, Hölle, Hölle“, „Er gehört zu mir“ oder „Griechischer Wein“ – am 14. Mai gab es die letzte große Schlagernacht auf dem Partydampfer in der Chausseestraße 20. Das legendäre Lokal muss raus, weil das Haus abgerissen wird. Bereits im Juni soll der Gebäudekomplex weg. Hier entsteht ein Campus für Start-up-Unternehmen, inklusive Bio-Lebensmittelmarkt, Fitnessstudio und Café.

„Die Hafenbar bleibt die alte Hafenbar, wir wechseln nur den Standort“, sagt Chefin Petra Schreiber. Alles soll so aussehen wie seit knapp 50 Jahren. Schon am Morgen nach der letzten Schlagernacht hat das Hafenbar-Team mit Umzugsfirmen das Innenleben des Partydampfers demontiert und eingepackt. Die gesamte Originaleinrichtung wird am neuen Standort am Alex wieder eingebaut: Die Holzvertäfelung, die 17 handbemalten Bullaugen, der Rettungsring hinterm DJ-Pult, die sieben Bar-Schaukelsitze aus Schiffstauen und das riesige Fischernetz unter der Decke – alles kommt mit. Die vier runden Großbuchstaben mit dem Wort Tanz an der Fassade der alten Hafenbar werden irgendwo wieder zu sehen sein. Auch die 30-köpfige Crew mit den acht DJs, dem Barteam, der berühmten Klofrau Helga, den Türstehern und der Gardrobiere bleibt an Bord. „Wir sind wie eine Familie und kennen uns alle schon so lange“, so Schreiber.

Petra Schreiber glaubt, dass der neue Standort am Alex ein guter ist. „Der Alex war immer auch Partyort“, so die Frau am Steuerrad. Außerdem sei die Hafenbar jetzt besser zu erreichen. Der Schlagerdampfer legt in der Karl-Liebknecht-Straße 11 an, direkt unter McDonalds im Berlin-Carré. In dem 400 Quadratmeter großen Keller waren einst die Wernesgrüner Bierstuben und zuletzt der KINZO-Club und der WHAT-Club. Die Location ist Partygängern also bereits bekannt im Berliner Nachtleben. Wie Hafenbar-Chefin Petra Schreiber sagt, habe sie den „langjährigen Mietvertrag mit Verlängerungsoptionen“ zwischen WHAT-Club und der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) von den bisherigen Clubbetreibern übernommen. WBM-Sprecherin Steffi Pianka freut sich über die Schlagerdisco, die nun hier einzieht. „Das passt gut hierher“, sagt Pianka.

Die legendäre Hafenbar in der Chausseestraße 20 hatte der bisherige Käpt‘n Klaus Zagermann 1967 gegründet und in der DDR zum auch bei West-Gästen beliebten Vergnügungsdampfer ausgebaut. Zagermann wollte den Umzug mit der alten Diva aus Altersgründen nicht mehr mitmachen. Bei seiner langjährigen Tresenchefin Schreiber sieht er den Partydampfer bestens aufgehoben. Am 3. Juni legen die DJs in der neuen alten Hafenbar wieder ihre Schlagerplatten auf. Um 21 Uhr startet Stefans Rupps beliebte Schlagerreihe „Stimmen in Aspik“ mit Krachersongs von deutschen Stars. Samstags gibt es wie immer die „Kaptains Karaoke Party“ mit Joe Hatchiban und ab Mitternacht internationale Discobrüller. DJ
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