Vattenfall investiert vier Millionen Euro in neue Leittechnik

Mitte. Das Vattenfall-Heizkraftwerk an der Köpenicker Straße 73 hat die Regie übernommen: Von hier aus werden jetzt 26 Gasturbinen in sieben Kraftwerken gesteuert. Bisher hatte jede Anlage ihre eigene Leitwarte.

Rund vier Millionen Euro hat das neue, übergeordnete Techniksystem gekostet. Es überwacht und steuert alle Funktionen der Vattenfall-Kraftwerke und soll die Energieerzeugung effizienter und billiger machen. Fachleute von Vattenfall und Siemens haben die einzelnen Steuerungsprogramme für insgesamt 1740 Megawatt elektrische und 1300 Megawatt thermische Leistung auf einer Leittechnik-Plattform vereinheitlicht.

In der Leitwarte an der Köpenicker Straße sind zu den zwei Überwachungswänden und 14 Monitoren weitere 20 Monitore und zwei Großbildleinwände hinzugekommen. "Die Rund-um-die-Uhr-Überwachung unserer Anlagen ist nun technisch und organisatorisch einfacher", erklärt Thomas Funke, Leiter der Kraftwerksgruppe Gasturbinen.

Die Bediener in der Zentralwarte haben nun die ganze Flotte der der bis zu 370 Kilometer entfernten Turbinen im Griff. Drei Standorte sind in Berlin: in Mitte, Charlottenburg und Wilmersdorf. Die anderen befinden sich in Ahrensfelde, Thyrow, Wedel und Brunsbüttel. Die Berliner Kraftwerke versorgen die Hauptstädter mit Wärme und Strom. Die anderen sind "Spitzenlastkraftwerke". Sie werden hauptsächlich dann hochgefahren, wenn kurzfristig der Strom aus erneuerbaren Energien wegfällt - wenn also der Wind nicht weht oder die Sonne hinter Wolken verschwindet.


Susanne Schilp / susch
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