2018 beginnt der Bau des „Quartiers Heidestraße“ auf 85.000 Quadratmetern

Die "Mischgebiete MI 1 und MI 2" genannten Flächen werden nach dem Entwurf des Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner bebaut. (Foto: gmp)
 
Der künftige Dreiecksplatz, der geographische Mittelpunkt des neuen Quartiers, mit dem Gebäude-Entwurf des Büros Collignon. (Foto: Collignon)
Berlin: Quartier Heidestraße |

Moabit. Nach einem vierten Wettbewerb liegen nun alle Architetkurentwürfe für das neue „Quartier Heidestraße“ vor. Der Baubeginn für die „Mischgebiete MI 1, MI 2 und MI 3“, vier Gebäudekomplexe mit Wohnungen und Gewerbe westlich der Heidestraße ist für Anfang 2019 vorgesehen.

Als Teil der Europacity nördlich des Hauptbahnhofs entsteht auf einer Größe von zwölf Fußballfeldern das „Quartier Heidestraße“. Die Planer haben es in unterschiedliche Gebiete eingeteilt. Sie sprechen von Gewerbegebiet, Sondergebiet und Mischgebiet.

Für diese Bereiche hat die Quartier Heidestraße GmbH mit ihrem Geschäftsführer Thomas Bergander sogenannte nicht offene Architekturwettbewerbe ausgelobt. Das heißt, die teilnehmenden Architekten wurden eingeladen. Die Wettbewerbsausschreibung war mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, für die Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin Regula Lüscher im Preisgericht saß, mit dem Bezirksamt Mitte und der Architektenkammer Berlin abgestimmt.

Im Februar dieses Jahres gewann das Berliner Büro Robert Neun den Wettbewerb für das „Sondergebiet“, das knapp 9500 Quadratmeter messende Herzstück des Quartiers, wo Wohnungen, Einzelhandels- und Gewerbeflächen entstehen sollen. Im März folgte die Entscheidung zum Gewerbegebiet an der Bahntrasse. Ein Zürcher Architekturbüro gewann. Baubeginn ist im kommenden Jahr.

Die Gewinner der „Mischgebiete“ sind ansonsten allesamt Berliner Architekturbüros. Nach dem Sieg von CKRS-Architekten im Wettbewerb um „MI. 4.1“ für Gewerbe, Hotel, Kita und Wohnen – 215 Wohnungen entstehen als Sozialwohnungen – im Mai wählte die Jury für „MI 1“, „MI 2“ und MI 3“ nun aus 16 Einsendungen die der drei Büros gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Collignon Architektur und Design sowie ein weiteres Mal Robert Neun Architekten.

Die Mischgebiete 1 bis 3 sind vier sich jeweils um einen Innenhof gruppierende Gebäudeblöcke für Wohnungen und kleinteiliges Gewerbe. MI 1 und 2 grenzen an den Nordhafenplatz. MI 3 wird neben dem „Dreiecksplatz“ stehen. Der Platz ist das geographische Zentrum des Quartiers.

Die Architektur hat man schon anderswo in Berlin gesehen. Mal sind die Fassaden, wie bei Gerkan, Marg und Partner, aus hellen, grau-silbernen Ziegeln, die in unterschiedlichen Größen ein Raster bilden, mal erhält die Fassade ein Faserbetonkleid mit viel Weiß, Kolonnaden im Erdgeschoss und ansonsten Loggien und zum Innenhof Balkone, so bei Collignon, oder vorgehängte Betonfertigteile mit Schießscharten-Fenstern wie bei Robert Neun.

Regula Lüscher spricht von hoher architektonischer Qualität. In allen Wettbewerben sei es gelungen, für einen lebenswerten Stadtteil „unterschiedliche Wohnformen und einen vielfältigen Nutzungsmix im gesamten Gebiet zu sichern“. Thomas Berganders 2014 gegründete Quartier Heidestraße GmbH will die 85.000 Quadratmeter große Fläche nach eigener Aussage im Geiste der „Berliner Mischung“ mit Wohn-, Büro- und Gewerbebauten, mit Straßen und Plätzen bebauen. Rund 860 Wohnungen sind im „Quartier Heidestraße“ geplant. KEN
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