Baugrundstücke statt Parkplätze: Mitte braucht mehr Wohnungen

Moabit. Wohnraum in der Innenstadt zu schaffen ist das erklärte Ziel des Bezirksamtes. Entsprechend hat Mitte 2014 für Moabit-West eine Wohnungsbaupotenzialstudie erstellt.

Insbesondere drei Grundstücke hatte die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) bei ihrem Prüfantrag an das Bezirksamt im Auge. Die Berlichingenstraße 19 und 6-7, die Rostocker Straße 46 sowie die Sickingenstraße 41 könnten von kommunalen Wohnungsbaugesellschaften, Wohnungsbaugenossenschaften oder Baugruppen bebaut werden. Alle werden derzeit als Parkplätze oder Gewerbefläche genutzt. Der Haken an der Sache: Die Grundstücke, als „Standortsteckbriefe“ Bestandteil der bezirklichen Studie, sind in Privateigentum. Der Bezirk kann also nicht direkt beziehungsweise allein entscheiden.

Die Berlichingenstraße 19 wird vor allem von Mitarbeitern des benachbarten Jobcenters genutzt. Der Standort wird in diesem Sommer endgültig aufgegeben, sodass dort Baugruppen etwa 13 Wohnungen errichten könnten. Doch alles hängt von den Preisvorstellungen des Eigentümers ab. Die Grundstücke Berlichingenstraße 6-7 und Rostocker Straße 46 gehören der Siemens AG. Dort parken die Mitarbeiter des Unternehmens. Auf den beiden Grundstücken könnten 48 Wohnungen entstehen. Bedingung wäre allerdings eine Tiefgarage für die Siemens-Mitarbeiter. Baustadtrat Carsten Spallek rechnet bei Siemens jedoch mit einer "langwierigen Entscheidungsfindung“.

Auf dem Areal der Sickingenstraße 41 befindet sich Gewerbe. Der Eigentümer will es nicht aufgeben. Laut Studie wären dort 14 neue Wohnungen denkbar. KEN
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