Innenministerium zieht im April in den Neubau ein

Moabit. Der Bundesadler wurde bereits im Oktober am künftigen Protokolleingang enthüllt. In gut sechs Wochen können Innenminister Lothar de Maizière und sein Mitarbeiterstab den Ministeriumsneubau in Moabit beziehen.

1400 Mitarbeiter, die bisher auf drei Berliner Standorte verteilt waren - am Moabiter Spreebogen, an der Bundesallee und am Fehrbelliner Platz -, finden in 1150 Büroräumen der neuen Immobilie, bestehend aus drei Gebäudeteilen und zwei Innenhöfen, ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld. Im Sommer wechseln noch 90 Ministeriumsmitarbeiter von Bonn nach Berlin. Im Gegenzug ziehen 20 an den Rhein. Der Standort dort bleibt erhalten.

Der Bau des z-förmigen Komplexes auf einem 36 000 Quadratmeter großen bundeseigenen Grundstück zwischen Kanzlergarten und Hauptbahnhof wurde vor drei Jahren begonnen. Das größte Bauprojekt der Bundesregierung kostet 208 Millionen Euro. Für den Umgang mit dem von Nord nach Süd um sechs Meter abfallenden Gelände an der Straße Alt-Moabit hat das Architekturbüro Müller Reimann eine interessante Lösung gefunden. An der Straße entspricht der viergeschossige Bau der üblichen Berliner Traufhöhe von 23 Metern. An der Südseite misst die Fassade aus hellem fränkischem Jurakalk 36 Meter und sieben Geschosse.

Das neue Domizil des Bundesinnenministeriums überrascht zudem mit umweltfreundlicher Energieversorgung durch Geothermie. Erdwärme-Sonden in 100 Metern Tiefe versorgen das Gebäude im Winter mit Wärme. In den Sommermonaten geben die Sonden die Wärme wieder ab. Wie es im bisherigen Hauptsitz von Minister de Maizière am Spreebogen weitergeht, ist unbekannt. Das Bundesinnenministerium war nur Mieter des Unternehmers Ernst Freiberger.


Karen Noetzel / KEN
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