Runderneuerung einer Straße: Für die Waldstraße in Moabit gibt es vier Konzepte

Moabit. Die Waldstraße renovieren oder ganz neu gestalten? Vier Landschaftsarchitekturbüros stellten Anwohnern ihre Entwürfe vor.

"Die Waldstraße hat Potenzial", sagt Beatrice Pfitzner vom Quartiersmanagement Moabit-West. Da sind das eingelassene Schachbrett oder die zahlreichen Pergolen. Die Straße hat nach 25 Jahren aber auch Mängel. Der Brunnen an der Ecke Waldenser Straße ist defekt. Der kleine Spielplatz gleich gegenüber wirkt lieblos. Da und dort bröckeln Mäuerchen. Sitzbänke bedürfen einer dringenden Reparatur. Das Basketballfeld ist nicht mehr bespielbar. Baumwurzeln haben den Bodenbelag angehoben.

Dank 300 000 Euro aus dem Programm "Soziale Stadt" kann in Kürze der Mittelstreifen in der Waldstraße saniert werden. Dazu hat das Bezirksamt einen Architektenwettbewerb ausgelobt. Vier Landschaftsarchitekturbüros haben Entwürfe abgegeben. Wer das Rennen gemacht hat, wird demnächst bekannt gegeben.

Alle teilnehmenden Büros wollen "Liebgewonnenes" erhalten: Bäume, Hecken, Sitzbänke. Am weitesten geht das Konzept des Büros "plan b" aus Reinickendorf. Es plant ein durchgehendes breites Band über die gesamte Strecke.

Margret Benninghoff aus Charlottenburg denkt an vier "Aktionsräume": einen für Veranstaltungen, einen für Brettspiele, einen als Ergänzung zum bestehenden Spielplatz mit Tischtennisplatte, Basketballkorb und Fitnessgeräten sowie einen Aktionsraum mit Minihügellandschaft sowie Balancier- und Sitzskulptur. Drei Plätze planen die übrigen Büros. Für Birgit Teichmann aus Tempelhof sind sie für Bewegung, Begegnung und Ruhe gedacht. Bei "plan b" heißen sie Aktionsplatz, ruhiger Platz und Spielraum; bei "Grün der Zeit" aus Generationenspielplatz, Spiel- und Bewegungsfläche. Neu wären Verkehrsschutzgitter bei Benninghoff, Pflanztröge bei "Grün der Zeit" sowie Spielgeräte, Rosenbeete und Hängematten bei Teichmann.

Teilnehmer der Informationsveranstaltung konnten die vorgestellten Entwürfe bewerten. Auch später können sich Nachbarn mit ihren Ideen einbringen. Die Anwohner sehen vor allem Konflikte zwischen Fußgängern, Radfahrern und Hundehaltern.


Karen Noetzel / KEN
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