Stark und robust: Weiter geht’s im geplanten Quartier Heidestraße

Anmutung eines Industriebaus: Der Entwurf des Berliner Architekturbüros CKRS orientiert sich an der Industriegeschichte des Ortes. (Foto: CKRS Architekten)
Berlin: Quartier Heidestraße |

Moabit. Unlängst wurde an der Lehrter Straße Richtfest gefeiert. Und auch weiter östlich, an der Heidestraße, geht es mit den Neubauprojekten stetig weiter. Zuletzt wurde der Siegerentwurf für das sogenannte Mischgebiet MI 4.1 im Quartier Heidestraße gekürt.

Das Rennen machte das Berliner Architekturbüro Clarke, Kuhn, Rozynski und Sturm (CKRS). Seine Planung für ein Gebäude für Wohnen, Gewerbe, ein Hotel und eine Kita auf einem Areal von rund 6 000 Quadratmetern wird umgesetzt. Das hat eine Jury entschieden, der auch Senatsbaudirektorin Regula Lüscher und Thomas Bergander, Geschäftsführer der Quartier Heidestraße GmbH, angehörten. Der Wettbewerb, an dem insgesamt 15 Büros teilnahmen, wurde von der Quartier Heidestraße GmbH ausgelobt und war mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, mit dem Bezirk Mitte und der Architektenkammer Berlin abgestimmt.

Auf dem Areal wird ab 2018 ein Komplex mit sechs, sieben und zwölf Vollgeschossen errichtet. 215 der geplanten 860 Wohnungen werden nach dem Berliner Modell der „kooperativen Baulandentwicklung“ öffentlich gefördert. Daneben entstehen Flächen für Gewerbe, für ein Hotel und eine Kita mit rund 83 Plätzen.

Das Quartier Heidestraße ist Teil der entstehenden Europacity und wird auf zirka 85 000 Quadratmetern als gemischtes Stadtquartier gebaut. Es umfasst Büros, Einzelhandel und Wohnen. Das MI 4.1 hat eine besondere Funktion. Als südlichster Bereich des Quartiers schließt es an schon bestehende Gebäude an. Gleichzeitig leitet es über zum „Sondergebiet“ mit einem zentralen Stadtplatz.

Der Entwurf von CKRS Architekten – er soll noch weiter bearbeitet werden – hat die Architektur von Industriebauten zum Vorbild. Das ist unter anderem abzulesen an der Tragstruktur und der gerasterten Fassade aus Betonfertigteilen. Die Senatsbaudirektorin sagte, mit seinem Entwurf, der an die industrielle Geschichte des Ortes erinnere, setze das Architekturbüro „einen starken und robusten Akzent“. Thomas Bergander meinte, dieser Bau werde zur Vielfalt im Quartier beitragen. KEN
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