Nachbarn treffen sich beim diesjährigen Gehsteig-Fest Rostocker Straße

Das europäische Fest der Nachbarn ist auch in Moabit ein großer Erfolg. (Foto: Moabiter Ratschlag/KEN)

Moabit. Es ist wieder so weit: Ende Mai steigt ein weiteres Mal das Gehsteig-Fest Rostocker Straße. Das Ereignis findet wie im Vorjahr im Rahmen des europaweiten Fests der Nachbarn statt.

„Alle können mitmachen, an jedem Ort.“ Aninka Ebert, Nachbarschaftskoordinatorin des Vereins Moabiter Ratschlag, ermuntert zur Teilnahme an dem Fest am 27. Mai von 15 bis 19 Uhr. 2015 seien es 30 Millionen Menschen in 36 Ländern gewesen, weiß Aninka Ebert. Es genüge fast schon, so die Moabiter Koordinatorin, Tische und Stühle herauszustellen, zu Kaffee und Kuchen einzuladen, Musik zu machen, Spiele oder Basteln anzubieten, kleine Flohmärkte auf dem Gehweg oder im Innenhof zu organisieren oder Luftballons fliegen zu lassen.

Ein wenig Ordnung muss das Gehsteig-Nachbarschaftsfest, das nach Aninka Ebert eine „solidarische Nachbarschaft“ aktivieren will, natürlich schon haben. Lizenzinhaber des Festes der Nachbarn in Deutschland ist der Verband soziokulturelle Arbeit (www.das-fest-der-nachbarn). Er koordiniert das Fest unter der Schirmherrschaft des Europaparlaments und verteilt die Luftballons. Größere Vorhaben sollten etwa sechs bis acht Wochen vorher bei der Verwaltung angemeldet werden. Das Fest findet ja auf der Straße statt.

Nachbarschaft entdecken und leben

Das Fest der Nachbarn ist eine französische Erfindung. Erstmals wurde es 1999 in Paris gefeiert, seit 2004 dann auch in Deutschland. Es findet seither immer am letzten Freitag im Mai statt. Heute wie damals geht es darum, etwas gegen die Isolation und für die Nachbarschaft zu tun. „Nachbarschaft entdecken und leben“, nennt es Aninka Ebert.

2013 fand das Fest der Nachbarn in Berlin an 65 Orten statt. Geboten wurde ein bunter Strauß an Veranstaltungen: Flohmärkte, gemeinsames Musizieren, Märchen erzählen, lange Kaffeetafeln und vieles mehr. 2015 stieß in Moabit die Rostocker Straße dazu, mit einer „wahnwitzigen Idee“, wie Aninka Ebert findet. Entlang der rund 700 Meter langen Straße wurden 56 Häuser mit einer Wimpelkette verbunden. „Das ist ein schönes Beispiel für ein nachbarschaftliches Miteinander“, so Ebert weiter. Dazu organisierten Nachbarn Mitmach-Angebote vom Sütterlin-Schreiben bis hin zu Glücksrad.

Eine Umfrage nach dem Fest hatte ein eindeutiges Ergebnis: Das Fest muss auf jeden Fall wiederholt werden. Wer Ideen, Vorschläge und Fragen hat, kann sich täglich von 10 bis 17.30 Uhr (außer mittwochs) an Aninka Ebert im Stadtschloss Moabit, Rostocker Straße 32, unter  39 08 12 17 oder per E-Mail an aninka.ebert@moabiter-ratschlag.de wenden. KEN
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