Anonymes Engagement

Moabit. Wie berichtet, wurde in der Nacht zum 30. Juli auf die Erinnerungstafel der Initiative „Sie waren Nachbarn“ in der Ellen-Epstein-Straße ein Farbanschlag verübt. Darüber hinaus strichen die unbekannten Täter das Wort „Gas“ durch und schrieben daneben „Sachlich falsch“. Nun hat ein der Initiative Unbekannter noch am selben Tag bei der Polizei Strafanzeige gestellt. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Zwei Tage später sei die Parole „Sachlich falsch“ entfernt worden, so „Sie waren Nachbarn“. „Wir wissen nicht, wer das war. Wir freuen uns aber sehr, dass sich Menschen selbstständig dafür engagieren, dass die Erinnerung an den Holocaust nicht verhindert werden kann“, heißt es im aktuellen Newsletter der Bürgerinitiative, die sich für einen Gedenkort an der Stelle einsetzt, an der die Deportationszüge Berliner Juden abfuhren. Noch in diesem August wird die Jury über die eingereichten Entwürfe entscheiden. Sie werden anschließend in der Dauerausstellung „Topographie des Terrors“, Niederkirchnerstraße 8, vorgestellt. Derzeit bemüht sich die Moabiter Bürgerinitiative, wenigstens den Siegerentwurf ebenfalls öffentlich präsentieren zu können. Sie ist nicht Teil der Jury, sondern nur als Beobachter zugelassen. Mehr dazu auf www.sie-waren-nachbarn.de. KEN
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