Die Stadtteilvertretung Turmstraße ist neu gewählt worden

Moabit. Ende Mai ist in der Heilandskirche die neue Stadtteilvertretung (StV) Turmstraße gewählt worden. Auf sie warten in den kommenden zwei Jahren brisante Themen.

Knapp 100 Bürger waren für die Stimmabgabe in die Heilandskirche gekommen. Über eine Stunde wurden die Wahlzettel ausgezählt. Dann standen die neuen 25 Stadtteilvertreter fest. 29 Bewerber waren angetreten. Das Gremium ist eine recht männerlastige Gruppe. Trotzdem belegen von den acht gewählten Frauen immerhin zwei die vordersten Plätze: Melanie Simmersbach und Diana Henniges.

Die 40-jährige kaufmännische Angestellte Simmersbach, die zusammen mit Inga Damberg den Markt für Kunsthandwerk und Design, "Artminius 21", in der Arminiusmarkthalle leitet, vereinigte 57 Stimmen auf sich. Die zwei Jahre jüngere Historikerin Diana Henniges kam auf 54 Stimmen. Sie ist Vorsitzende der Flüchtlingshilfeinitiative "Moabit hilft!".

Von den Frauen wurden erneut in die Stadtteilvertretung gewählt: Christel Christensen, Mignon Gräsle sowie Simone Motzkus. Neu dabei sind Ottilie Klein, Sybille Ludwig und Ingrid Ochse. Von den männlichen Bewerbern, die bereits StV-Mitglied waren, schafften Thomas Bausch, Rudolf Blais, Thomas Mayer, Charalambos Roussos und Thomas Szepansky den Sprung in das Gremium. Die übrigen zwölf Mitglieder hatten noch keine Erfahrung mit der Stadtteilvertretung.

Als Schwerpunkte ihres Engagements nannte eine Mehrheit der Stadtteilvertreter bezahlbare Wohnungen, Verkehr, Wirtschaft, Kultur und vielfältige Einkaufsmöglichkeiten. Die Themen werden den StV-Mitgliedern nicht ausgehen. Dazu gehören die Jugendverkehrsschule Bremer Straße genauso wie die Bebauung des Schultheiss-Areals, des alten Hertie-Parkplatzes oder die geplanten Veränderungen für das Brüder-Grimm-Haus in der Turmstraße 75.

Die Stadtteilvertretung wurde 2008 als Teil des frisch aufgelegten Bund-Länder-Förderprogramms "Aktive Stadtzentren" ins Leben gerufen. Die StV darf Vorschläge unterbreiten und Stellungnahmen zu Themen abgeben. Sie hat jedoch keine Entscheidungsbefugnisse. Mittes Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) dankte den Stadtteilvertretern für ihr ehrenamtliches Engagement.


Karen Noetzel / KEN
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