Jugendstadträtin fordert Senat auf, Situation auf LAGeSo-Gelände zu verbessern

Berlin: LaGeSo |

Moabit. Jugendstadträtin Sabine Smentek (SPD) spricht von unhaltbaren Zuständen besonders für Schwangere und Kinder auf dem Gelände des Landesamts für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) in Moabit.

Mitarbeiter des Jugendamtes hätten sich am 13. Oktober nach einer Kontrolle Anfang August erneut die Situation auf dem LAGeSo-Gelände in der Turmstraße 21 angeschaut und weiterhin chaotische Zustände festgestellt. In einem Brief an Sozialsenator Mario Czaja (CDU) schreibt Smentek, „dass die insgesamt menschenunwürdige und für Kinder kindeswohlgefährdende Wartesituation weiterhin nicht behoben ist.“ So müssten entgegen früheren Zusagen der LAGeSo-Mitarbeiter Frauen, Schwangere, Babys und Kinder in unbeheizten Zelten ohne Bodenplatten in der Nähe des Eingangs warten. Smentek forderte den Sozialsenator auf, die kindeswohlgefährdende Situation zu beenden und Verbesserungen vor allem für Frauen, Schwangere und Kinder durchzusetzen. Die Warteräume müssten beheizt und die Versorgung mit warmem Essen für Babys und Kleinkinder sichergestellt werden. Auch ein Spielzimmer steht als Forderung auf der Smentek-Liste, die Czaja bis zum 26. Oktober abarbeiten soll.

Den Brief an den Senator bezeichnete Smentek allerdings als „stumpfes Schwert“. Sie könne eigentlich nichts machen, weil das Jugendamt nicht gegen das LAGeSo als Behörde vorgehen kann. „Dass das Jugendamt das Kindeswohl gegen eine öffentliche Behörde durchsetzt, ist so im Gesetz nicht vorgesehen“, sagte Smentek. Für sie ist das, was auf dem LAGeSo-Gelände passiert, „unglaublich“. Als Berlinerin schäme sie sich für ihre Stadt und findet das „mehr als peinlich.“ DJ
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