Politiker antworten: Moabiter laden Direktkandidaten der Bundestagswahl ein

Moabit. Der Verein „Moabiter Ratschlag“ plant zwei Tage vor der Bundestagswahl, am 24. September, eine Veranstaltung mit den Direktkandidaten des Wahlkreises 75 (Mitte).

Für die Frage- und Antwortstunde mit den Politikern hat das Stadtteilplenum vor kurzem „Moabiter Positionen“ zu Themen erarbeitet, die im Kiez auf den Nägeln brennen.

In Moabit-West ist jede zehnte Person im erwerbsfähigen Alter arbeitssuchend gemeldet. Was tun? Mehr Qualität bei der Qualifizierung statt Beschäftigungsmaßnahmen mit zweifelhaftem Erfolg, so die Forderung.

45,8 Prozent der rund 44.540 Kiezbewohner haben einen Migrationshintergrund. Besonders betont wurde der Wunsch nach einer schnelleren Anerkennung außereuropäischer Schul- und Berufsabschlüsse. Auch gibt es Forderungen nach mehr interkultureller Kompetenz der Einheimischen.

Unter dem Eindruck der Ereignisse rund um die islamistische Fusilet 33-Moschee in der Perleberger Straße werden die Kandidaten gefragt, wie viel Geld sie in die Extremismusprävention stecken wollen. Und dann sind da noch die vielen Spielhallen. Kann man mit härteren Gesetzen gegen Geldwäsche und Gewinnabschöpfung etwas erreichen?

Bei Pflege und Gesundheit stehen die Aufwertung der Pflegeberufe, der Wunsch nach einer Info-Stelle im Rathaus und altersgerechtes Wohnen im Mittelpunkt.

Die Moabiter sehen außerdem eine Verkehrslawine auf sich zurollen und fürchten die Bebauung letzter Freiflächen. Wie kann der zunehmende Verkehr eingedämmt werden und was tun gegen die Hitzebelastung? Wird Berlin eine Stadt, in der der Müllmann und die Krankenschwester keine bezahlbare Wohnung mehr finden? Eine Förderung genossenschaftlichen Wohnens, wirksamere Mittel für die Mietpreisbremse und die Abschaffung beziehungsweise Begrenzung der Modernisierungsumlage werden diskutiert.

Moabit wählt traditionell links. Die Direktkandidaten 2017 in Mitte sind Eva Högl für die SPD, Frank Henkel für die CDU, Özcan Mutlu für die Bündnisgrünen, Stephan Rauhut für die Linke, Katharina Ziolkowski für die FDP und Beatrix von Storch für die AfD. KEN
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