Ungewisse Zukunft

Berlin: Beratungsstelle Gegenwind | Moabit. „Gegenwind“ ist bundesweit die einzige psychosoziale Beratungsstelle für Menschen, die in der DDR einsaßen und als Folge ihrer Haft unter posttraumatischen Störungen leiden. Nun muss die Beratungsstelle der Psychosozialen Initiative Moabit in der Bredowstraße 36 um ihre Zukunft bangen. Die Finanzierung durch den sogenannten Mauerfonds des Bundes, den Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sei noch bis Ende 2016 gesichert, so der Leiter der Einrichtung, Stefan Trobisch-Lütge. Der jährliche Etat beträgt etwa 160.000 Euro. Seit 17 Jahren kümmern sich drei Therapeuten von „Gegenwind“ um Betroffene. Angeboten werden Einzelberatungen, Gesprächskreise, eine Mal- und eine Yoga-Gruppe. Die Beratungsstelle wird jedes Jahr von rund 1000 Menschen aufgesucht. In der DDR soll es 200.000 bis 300.000 politische Häftlinge gegeben haben. Laut einer wissenschaftlichen Studie leidet etwa ein Drittel unter den psychischen Folgen der Haft. KEN
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