Bau des Außenbeckens weiter unsicher

Moabit. Der Aufsichtsrat der Berliner Bäderbetriebe hat sich in seiner Januar-Sitzung nicht, wie ursprünglich geplant, mit dem Bau eines Außenbeckens für das Stadtbad Tiergarten befasst.

Wie berichtet war Mitte Januar bekannt geworden, dass Sportsenator Frank Henkel (CDU) dem Bau eines neuen Außenbeckens durch Fördermittel aus dem Programm "Stadtumbau West" nicht zustimmen wolle. Hintergrund ist wohl unter anderem, dass der Senat dem Bezirk Mitte nicht zutraut, die zugesagte Risikoabschirmung von bis zu 20 000 Euro pro Jahr für entstehende Folgekosten aufgrund der desolaten Haushaltssituation wirklich einhalten zu können. Für die Januar-Sitzung des Aufsichtsrats war deshalb mit einer endgültigen Absage für das Projekt gerechnet worden. Am Ende, so Matthias Oloew, Pressesprecher der Berliner Bäderbetriebe, habe sich der Aufsichtsrat mit dem Thema nicht beschäftigt, "weil es keine neue Entscheidungsgrundlage gab. Der Bezirk konnte verlässlich keine Zusage über die Risikoabschirmung geben." Bürgermeister und Finanzstadtrat Christian Hanke (SPD) hatte angekündigt, erst einmal Zeit gewinnen zu wollen, um den Aufsichtsrat am Ende vielleicht doch noch überzeugen zu können.


Ralf Liptau / flip
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