"Moabiter Kissen" in der Quitzowstraße derzeit wirkungslos

Sogar Lastwagen können die neuen "Moabiter Kissen" noch leicht umfahren. Das soll sich mit der Einrichtung vom Fahrradstreifen ändern. (Foto: Liptau)

Moabit. Vor wenigen Jahren ist die Ellen-Epstein-Straße nördlich des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes im Norden Moabits eröffnet worden. Dadurch wurde die Quitzowstraße deutlich entlastet. Die baulichen Veränderungen zur Einrichtung einer Zone 30 scheinen zunächst wirkungslos.

Anstatt die Geschwindigkeit zu drosseln, führe der neu angelegte Slalomparcours in der Quitzowstraße dazu, "mal so richtig schön aufzudrehen", meint Philipp Schreiterer vom Verein Moabit. Die sogenannten "Moabiter Kissen" sollen als aufgepflasterte Rechtecke auf der Fahrbahn eigentlich dazu führen, dass Autofahrer abbremsen müssen. Doch derzeit können Pkw noch locker rechts und links der Kissen vorbeifahren. "Sie sind so platziert, dass keiner abbremsen muss", bemängelt Schreiterer und fürchtet die Verschwendung öffentlicher Gelder durch "sinnfreies Bauen".Das Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt bestreitet derweil den vermuteten Planungsfehler. "Es fehlen bisher nur die Markierungen", erklärt eine Mitarbeiterin im Auftrag des zuständigen Stadtrats Carsten Spallek (CDU). Wenn alle 21 Kissen zwischen Wilhelmshavener und Perleberger Straße bis Ende Oktober fertig sind, sollen auf beiden Seiten der Fahrbahn Radfahrstreifen eingezeichnet und die Breite der Autofahrbahn damit verringert werden. "Wenn die Autofahrer dann in ihrer Fahrspur bleiben und die Markierungen beachten, sind die Kissen breit genug", sagt die Mitarbeiterin. Zudem habe sie in der Fahrschule gelernt, dass man im Auto geradeaus fährt und keine Schlangenlinien. "Wenn andere das anders gelernt haben, kann die Verwaltung erst einmal nichts machen."


Ralf Liptau / flip
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