Netzwerkerin will Akteure ums Stadion versammeln

Louisa Mühlenberg kümmert sich - vorerst bis Ende 2014 befristet - um die Sportanlagen und ihre Nutzer. (Foto: Liptau)

Moabit. Seit Jahren wird die Infrastruktur im SportPark Moabit auf Vordermann gebracht. Trotzdem ist das Gelände für viele noch ein weißer Fleck auf dem Stadtplan und wird hauptsächlich als Wegeverbindung genutzt. Netzwerkerin Louisa Mühlenberg soll das jetzt ändern. Ein Frühlingsspaziergang.

Die Sportanlagen rund um das Poststadion zwischen Seydlitz- und Lehrter Straße erwachen aus ihrer Winterstarre. Immer mehr Vereine trainieren wieder regelmäßig im Freien und nutzen die großteils bereits sanierten Sportanlagen rund ums Poststadion. Nur ist hier jeder mehr oder weniger allein und für sich. Kontakt zwischen den Vereinen gibt es nur selten. "Damit verschenken wir natürlich Potenziale", sagt Louisa Mühlenberg auf dem Weg von ihrem Büro im Tribünengebäude zur überdachten Skater-Hockey-Anlage an der Lehrter Straße. Beim vormittäglichen Spaziergang über das Gelände ist die Fläche noch verwaist. "Im Laufe des Tages ist hier aber einiges los", sagt Mühlenberg. Trotzdem komme es selten zu echten Begegnungen. Ende vergangenen Jahres hat Mühlenberg ihre Arbeit im Poststadion aufgenommen. Vom Förderprogramm Stadtumbau West ist sie vorerst bis Ende 2014 dafür eingesetzt, ein Betreibernetzwerk auf dem Gelände zu installieren. Also de facto dafür zu sorgen, dass die Sportler einander näher kommen. Am Fußballplatz vorbei geht es über Schleichwege in den gerade aufblühenden Fritz-Schloss-Park. Auch er gehört mit zur Anlage, soll aber mehr der Erholung dienen. "Trotzdem wollen wir sehen, was für Gemeinschaftsaktivitäten oder Kulturangebote hier noch möglich sind", so die Netzwerkerin. Um die Ruhe im Park macht sie sich dabei keine Sorgen. "Die Anlage ist sowieso viel zu groß, als dass es möglich wäre, alles zu bespielen." Trotzdem soll die Aktivität insgesamt mehr werden. "Im Idealfall soll es am Ende möglich sein, auf dem Gelände täglich von 8 bis 22 Uhr Sport machen zu können", so Mühlenberg.

Auf dem Rückweg zum Tribünengebäude, auf dem Weg entlang der Fußballfelder sinniert sie deshalb über neue Möglichkeiten, offene Sportangebote anzubieten. Also zum Beispiel die Einrichtung einer Internetseite, auf der sich Gruppen aus dem Kiez Spielzeiten auf den Flächen reservieren könnten. "Das sind bisher aber nur Ideen", betont Mühlenberg. Schließlich hat ihre Arbeit vor Ort gerade erst begonnen.

Weitere Informationen zum Netzwerk gibt es auf www.sportpark-poststadion.de und vor Ort im Tribünengebäude in der Lehrter Straße 59.

Ralf Liptau / flip
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