Polizeiabschnitt 33 in Moabit steht unter neuer Leitung

Lena Köpke und Jörg Michael Rock leiten seit vergangenem Jahr den Abschnitt 33. (Foto: Liptau)

Moabit. Kaum ein deutscher Polizeiabschnitt ist so vielgestaltig wie der in Moabit. Auf über sieben Quadratkilometern Fläche reicht der Zuständigkeitsbereich der Beamten vom Hauptbahnhof über das Landgericht zum Westhafen und den Großmarkt. Die Leitung liegt seit vergangenem Jahr bei einem neuen Führungsduo.

Die Formulierung kommt im Gespräch immer wieder von Neuem: Ganz egal, wie sich die Kriminalitätsstatistik in den unterschiedlichen Bereichen entwickle, "jeder Einbruch, jeder Überfall ist einer zu viel", betont Polizeioberrat Jörg Michael Rock. Damit wird deutlich, was den neuen Leiter des Polizeiabschnitts 33 vornehmlich antreibt: Beinahe noch wichtiger als die Aufklärung von Kriminalfällen findet er, sie schon im Vorfeld zu verhindern. Prävention wird großgeschrieben im Polizeirevier in der Perleberger Straße.

Seit vergangenem Oktober sitzt Rock dort auf dem Chefsessel. Seine Vertretung, Polizeirätin Lena Köpke, ist seit vergangenem Mai im Amt. Mitte Januar hat sich das neue Duo der Öffentlichkeit vorgestellt und dabei auch berichtet, wo aus Sicht der Polizei der Schuh derzeit am meisten drückt in Moabit.

Während die Zahl der Wohnungseinbrüche im vergangenen Jahr leicht abgenommen hat, bleiben der Fahrraddiebstahl und der Diebstahl aus Fahrzeugen Klassiker. Besonders häufig gebe es derzeit Kellereinbrüche. Gerade weil die Aufklärungsquote bei solchen Straftaten schlecht sei, sei die Prävention so wichtig. "Da geht es darum, durch richtiges Verhalten Diebstähle zu vermeiden, und um die richtige technische Ausrüstung", sagt Köpke. Also beispielsweise um ein qualitativ hochwertiges Fahrradschloss und darum, dass der Eigentümer die Rahmennummer für den Fall aller Fälle notiert. "Wir machen auch immer wieder Aktionen zur Codierung von Rädern. Das hält die Täter häufig ab", so die Polizeirätin. Zwei Präventionsbeamte sind ihr für Moabit unterstellt - einer für die Kriminalitätsbekämpfung und ein anderer für den Bereich Verkehr.

Denn das ist die zweite große Baustelle für die Beamten in Moabit. Besonders problematisch sei die Verkehrsführung momentan nördlich des Hauptbahnhofs durch die vielen Baustellen rund um die Invaliden- und Heidestraße. Die unübersichtliche Situation führe immer wieder zu Unfällen. "Nicht schön", kommentiert Rock knapp. Doch auch sonst gebe es in Sachen Verkehr viel zu tun, etwa auch im Kiez Turmstraße. Rock und Köpke wollen auch in diesem Bereich Präventionsarbeit leisten, vor allem an Schulen. Denn auch dort gilt: "Jeder Unfall ist einer zu viel."


Ralf Liptau / flip
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