Sanierung des Zille-Hauses ist fast abgeschlossen

Das Zille-Haus in der Rathenower Straße ist grundlegend saniert worden. (Foto: Liptau)

Moabit. Anfang November sollen die Schlüssel übergeben werden, Anfang des kommenden Jahres geht es dann richtig los: Nachdem das Zille-Haus in der Rathenower Straße 16 grundlegend saniert wurde, wird es künftig neue Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien geben.

Eigentlich wollte Elke Almstedt-Behrend in der Rathenower Straße für rund 50.000 Euro "nur ein paar Fenster streichen lassen". Nun sind rund anderthalb Millionen Euro in eine quasi grundlegende Sanierung des ehemaligen "kubu-Hauses" investiert worden. "Da war mehr nötig, als ich mir hätte vorstellen können", so die Koordinatorin der Jugendarbeit für Moabit-Ost beim bezirklichen Jugendamt. Denn zu Beginn der Bauarbeiten hatte sich herausgestellt, dass die Fenster, das Dach und die Heizung grundlegend erneuert werden mussten. Außerdem hat die Außenhaut des Baus zu viel Wärme nach draußen abgegeben und ist deshalb energetisch überholt worden. Finanziert wurden die Arbeiten über mehrere Jahre hinweg aus Mitteln des Quartiersfonds 4 des Förderprogramms "Soziale Stadt" im Quartiersmanagementgebiet Moabit-Ost. Parallel zu den baulichen Veränderungen hat die bezirkliche Jugendarbeit auch ein neues inhaltliches Konzept entwickelt, mit dem sich das Zille-Haus in den kommenden Jahren noch stärker zum Treffpunkt vor allem für Kinder, Jugendliche und Familien entwickeln soll. Das Jugendfreizeitheim "kubu" des Vereins Bildungsmarkt wird in seiner früheren Form nicht mehr weitergeführt. Dafür soll es jetzt ein Familienzentrum geben, das offene Treffs für junge Familien, Eltern-Kleinkind-Gruppen, Hebammensprechstunden, Hausaufgabenhilfen und ähnliches anbietet. Das Zentrum, das aus einem Senatsprogramm hervorgeht, war bisher in einem Ausweichquartier in der Perleberger Straße untergebracht. "Wir wollen mit dem neuen Konzept insgesamt die Trennung der Angebote für kleinere Kinder und für Jugendliche aufheben", erklärt Almstedt-Behrend. Deshalb sei es "absolut sinnvoll", dass auch das Jugendberatungshaus "mentos" aus dem Nachbargebäude in den frisch sanierten Bau einzieht.

Die freie Trägerschaft für das gesamte Haus übernimmt der Moabiter Verein "Evangelisches Klubheim". Die Trägerschaft speziell des Familienzentrums teilt sich der Verein mit "Fokus" "Wie das Konzept dann konkret ausgestaltet sein wird, wird momentan noch erarbeitet", sagt Almstedt-Behrend. Ein wenig Zeit haben die Beteiligten auch noch. Nach der Schlüsselübergabe Anfang November soll die offizielle Eröffnung im Dezember stattfinden. "Danach wird sich das alles ein bisschen rütteln und finden, bevor wird dann im Januar die große Eröffnungsparty schmeißen."


Ralf Liptau / flip
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