Spende für die Sanierung des Heilige-Geist-Kirchturms

Ein Wahrzeichen im Kiez und ein Sanierungsfall: die Heilige-Geist-Kirche. (Foto: KEN)

Moabit. Pfarrerin Katrin Rebiger wird dankbar sein. Am 3. August überbrachte Julia Beier, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Ortskuratoriums der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), gemeinsam mit Beatrice Rügge und Thomas Dumke von Lotto Berlin einen Fördervertrag über 20 000 Euro.

Eine willkommene Spende für die Sanierung des sehr steilen und in seiner Form ungewöhnlichen Turmhelms der über 100 Jahre alten evangelischen Heilige-Geist-Kirche. Gerade waren in der Perleberger Straße 36 die Heizungsanlage und damit der gesamte Innenraum des Gotteshauses für 800.000 Euro instand gesetzt worden, da fielen aus gut 75 Metern Höhe Ziegel vom Dach. Die rostigen Nägel darin ließen nichts Gutes ahnen. Das war 2011. Seither ist das Turmdach mit einem Netz gesichert.

Eine Begehung des Daches machte deutlich, dass es komplett neu eingedeckt werden muss. Zudem sind Turmuhr und Wasserspeier defekt. Die Außenwände des Turms müssen gereinigt und neu verfugt werden. Fehlen Steine, müssen sie ausgetauscht oder ergänzt werden.

"Es besteht dringend Handlungsbedarf", so Katrin Rebiger. Die Kirchengemeinde sah sich neuerlichen Kosten in Höhe von 580.000 Euro gegenüber. Ein Drittel davon tragen das Landesdenkmalamt, der Kirchenkreis und die Landeskirche. Die übrigen zwei Drittel muss Heilig-Geist selbst zahlen. Die Gemeinde ist gezwungen, einen Kredit aufzunehmen, und bittet um Spenden.

Für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gehöre die Heilige-Geist-Kirche nunmehr zu den über 150 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mitteln der Glücks-Spirale und Toto-Lotto allein in Berlin fördern könne, sagt die Stiftungssprecherin Ursula Schirmer. "Die Stiftung kann keine Komplettrenovierungen finanzieren, sondern nur zustiften", erklärt die Architektin Julia Beier. Diesmal eben 20.000 Euro. Aber oft sei das das Zünglein an der Waage, um eine Baumaßnahme zu beginnen, so Beier, "und damit wieder einen Teil unserer gebauten historischen Umwelt, die das Besondere in unseren Kiezen ausmacht, zu erhalten".


Karen Noetzel / KEN
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