Stromnetzbetreiber "50 Hertz" baut an der Heidestraße

50-Hertz-Chef Boris Schucht (links) bei der Projektvorstellung im vergangenen Jahr. (Foto: Liptau)

Moabit. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben der Netzbetreiber "50 Hertz" und Vertreter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung den Startschuss für das nächste große Bauvorhaben in der Europacity gegeben. Bis 2016 entstehen dort Büros für 630 Mitarbeiter.

Der "Tour Total" nördlich des Hauptbahnhofs bekommt endlich einen Nachbarn. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten für die neue Unternehmenszentrale von "50 Hertz" beginnen. Das Unternehmen, das bisher noch von Treptow aus arbeitet, unterhält unter anderem die Hochspannungsnetze im Norden und Osten der Republik und sieht sich damit auch an vorderster Front in Sachen Energiewende. Da kommt der repräsentative Neubau in der neu entstehenden Europacity - unweit des Regierungsviertels also - gerade zur rechten Zeit.

Mitte Februar haben Vertreter des Unternehmens und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung den ersten Spatenstich gesetzt, die Grundsteinlegung soll Ende des Jahres folgen. Bisher hält das Unternehmen nur die Baugenehmigung für den Tiefbau in der Hand, diejenige für den Hochbau wird für das Frühjahr erwartet. Für den Neubau zwischen "Tour Total" und Hamburger Bahnhof musste der südliche Teil der "Rieckhallen" weichen.

Die neue Konzernzentrale auf dem so freigelegten L-förmigen Baugrund wird vom Grazer Büro "Love architecture and urbanism" gestaltet. Die dortigen Architekten hatten sich bei einem internationalen Wettbewerbsverfahren durchgesetzt, aus dem Anfang vergangenen Jahres erst einmal zwei Siegerentwürfe hervorgegangen waren. Die Planer aus Österreich haben dann allerdings auch die direkte Konkurrenz aus dem Kopenhagener Büro "Henning Larsen Architects" hinter sich lassen können. Sie wollen den siebengeschossigen Sockelbau gestalterisch an die Berliner Blockrandbebauung anlehnen und planen den Grundriss entsprechend des Baugrundstücks in L-Form. Auf die Ecke wird dann ein sechsgeschossiger, leicht überstehender Klotz aufgesetzt. Die Fassade soll mit ihren V-förmigen Stützen an Sinuswellen - und damit die Arbeit der Gebäudenutzer - erinnern. Öffentliche Nutzungen wie ein Café im Erdgeschoss sind laut Unternehmen aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Insgesamt wird der Bau auf dem rund 8000 Quadratmeter großen Grundstück maximal 52 Meter hoch sein. Die Investitionssumme ist auf 60 Millionen Euro beziffert worden. Bis 2016 soll die neue Unternehmenszentrale fertig sein.


Ralf Liptau / flip
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