Verlegung in der Thomasiusstraße für das Frühjahr geplant

Oliver Geiger und seine Nachbarn haben sich für 91 Steine in der Thomasiusstraße eingesetzt. (Foto: Liptau)

Moabit. Die Thomasiusstraße wird die erste Straße in Moabit sein, in der jedes bekannte Opfer der Nationalsozialisten einen Stolperstein erhält. Eine Gruppe von Anwohnern hatte dafür seit Mai nach Paten gesucht.

Drei Steine liegen schon, 88 werden 2014 neu verlegt. Die Anwohner der Thomasiusstraße wollen mit den Stolpersteinen des Kölner Künstlers Gunther Demnig an alle bekannten Nachbarn erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden. Seit Mai hatten sie nach Paten gesucht. Nachdem die Berliner Woche im Herbst über die Aktion berichtet hatte, meldeten sich die letzten Unterstützer. "Da ist eine tolle nachbarschaftliche Dynamik entstanden", freut sich Oliver Geiger als einer der Initiatoren. Die letzten drei Stolpersteine habe nun eine Frau aus dem Westfälischen Viertel übernommen, die 1943 als Kind in eine der "entjudeten" Wohnungen in der Thomasiusstraße gezogen ist. "Wir haben also spannende und bewegende Geschichten gehört", so Geiger. Wann genau die Steine nun verlegt werden, steht noch nicht fest. Im Gespräch seien die Wochen zwischen März und Juni.


Ralf Liptau / flip
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