Blauer Engel spendet umweltfreundliche Produkte an SOS-Kinderdorf Berlin

Der Schauspieler Oliver Mommsen, Botschafter für den Blauen Engel und für das SOS Kinderdorf in Personalunion, mit Kindern am Gabentisch; rechts im Bild die Präsidentin des Bundesumweltamtes, Maria Krautzberger. (Foto: KEN)
Berlin: SOS-Kinderdorf |

Moabit. Oliver Mommsen kann es gar nicht erwarten, das Klopapier zu enthüllen. Der aus dem Bremer „Tatort“ bekannte Schauspieler überreichte unlängst gemeinsam mit der Präsidentin des Bundesumweltamtes, Maria Krautzberger, nachhaltige Produkte des täglichen Bedarfs an das SOS-Kinderdorf Berlin.

Zahlreiche Hersteller von Produkten, die das Umweltzeichen „Blauer Engel“ tragen, haben für das SOS-Kinderdorf an der Moabiter Waldstraße gespendet.

Die Idee hatte dazu Oliver Mommsen. Der „passionierte Fremdtextquatscher“, der sich nach eigenem Bekunden „für gute Ideen schnell begeistern lässt“, ist gleichzeitig Blauer Engel- und SOS-Kinderdorf-Botschafter. „Es geht um unser Raumschiff Erde. Wer fliegt dieses Raumschiff? Nicht wir alten Leute. Das tun Kinder.“ Sie müssten schauen, dass das Raumschiff weiterfliegen kann.

„Wir versuchen in unserem Haus immer wieder, ein Umweltbewusstsein herzustellen“, sagte Agnes Siemer, Bereichsleiterin für die Kinderdorffamilien. „Es ist schön, dass wir heute Gelegenheit haben, das Thema aufzutischen.“ Das SOS-Kinderdorf mache sich, wie der Blaue Engel, dafür stark, dass Kinder in einer lebenswerten Gegenwart aufwachsen. Daher setze man sich für einen umweltbewussten und nachhaltigen Konsum ein.

Von einer Sitzung im Bundesumweltministerium hatte Maria Krautzberger zu der kleinen Übergabefeier im Kinderdorf ein „total erschreckendes“ Beispiel für die Gefährdung dieses „Raumschiffes“ mitgebracht: „Wir werfen jede Stunde 120 000 Einwegbecher weg.“ Botschafter für den Umweltschutz und für den Blauen Engel könne das Bundesumweltamt daher immer brauchen, so Krautzberger.

So freute sich die Präsidentin des Bundesumweltamtes sichtlich, dass ihr Projekt über das SOS-Kinderdorf einen Draht zu Kindern und Jugendlichen gefunden hat. Die Umweltbotschafter des Blauen Engel könnten das Anliegen „am allerbesten kommunizieren“.

Das Umweltzeichen Blauer Engel gibt es seit vier Jahrzehnten. „Es ist immer noch das beste und anspruchsvollste Umweltlabel weltweit“, sagte die Bundesumweltamtspräsidentin. Mittlerweile seien 150 Produktgruppen, 12 000 Produkte und 1 500 Unternehmen in Deutschland mit dem Siegel ausgezeichnet; darunter Klassiker wie Papier, Schulhefte, Farben, Lacke, Spülmittel und Toilettenpapier, aber auch Rechenzentren und seit neuestem das erste und bisher einzige Smartphone, das „Fairphone“. Ob es das iPhone ablösen wird, bezweifelt Maria Krautzberger noch etwas. „Wir arbeiten daran und werben für dieses Produkt wie für alle anderen auch.“ KEN

Alles Nähere zum Blauen Engel unter www.blauer-engel.de.
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