Experten empfehlen Erhaltungssatzung für Wedding und Moabit

Moabit. Berlin ist attraktiv. Jedes Jahr ziehen rund 30.000 Personen in die Stadt, hinzukommen die Flüchtlinge mit der Folge, dass der Druck auf den Wohnungsmarkt zunimmt. Mit Erhaltungssatzungen will die Politik gegen eine Verdrängung der Alteingesessenen vorgehen.

Der sogenannte Milieschutz ist das städtebauliche Instrument der Stunde, um in Kiezen die sozial Mischung zu erhalten. Das Bezirksamt hatte in einem ersten Schritt geprüft, ob es in Mitte möglicherweise Gebiete gibt, die eines solchen Erlasses dringend bedürfen. Das Ergebnis dieses „Grobscreenings“, wie es Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) nennt, zeigte zwei „Verdachtsgebiete“: Moabit und Wedding. Dort gebe es „hohe Tendenzen von Aufwertungs- und Verdrängungsdruck“, so Spallek.

Derzeit prüfen drei Planungsbüros mit Haushaltsbefragungen und der Auswertung statistischer Daten, ob in Moabit, Wedding und im bereits bestehenden sozialen Erhaltungsgebiet Oranienburger Vorstadt die Voraussetzungen für einen Milieuschutz gegeben sind. Nach ersten Ergebnissen der vertieften Untersuchung empfehlen die Experten, Moabit und Wedding als Milieuschutzgebiete auszuweisen, ihn in der Oranienburger Vorstadt hingegen aufzuheben. Dort sei unter anderem das „Aufwertungspotenzial“ gering. Spallek arbeitet dieser Tage an einem Entwurf für entsprechende Rechtsverordnungen. Dieser wird der Bezirksverordnetenversammlung zur Beratung vorgelegt. Carsten Spallek rechnet mit einem entsprechenden Beschluss im April oder Mai. KEN
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