Lebenswelt Schule in der Arminiusmarkthalle

Olaf Lemke (links), schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion in der BVV und Vorsitzender des Schulausschusses, kam ebenso zur Eröffnung der Ausstellung wie Bürgermeister Christian Hanke (2.v.r.) und der Moabiter SPD-Bezirksverordnete Thorsten Lüthke (rechts). Marktleiter Yiannis HD. Kaufmann (2.v.l.) und Schulleiterin Annedore Brüske-Dierker hatten sich über einen Besuch des Schulfachbereichs Kunst in der Arminiusmarkthalle kennengelernt. (Foto: KEN)
Berlin: Arminiusmarkthalle |

Moabit. Eine Schule geht neue Wege. Die Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule stellt sich mit einer Ausstellung in der Arminiusmarkthalle einer breiten Öffentlichkeit vor.

Zum ersten Mal überhaupt präsentiert sich eine Schule in dieser Form im Kiez. Gezeigt wird das Schulleben: Arbeiten der Klassen 1 bis 13 aus allen Fachbereichen, Erinnerungen von Klassenfahrten und anderes mehr.

"Schule muss sich öffnen", sagt Schulleiterin Annedore Brüske-Dierker. Ein weiterer Grund dürfte sein, dass der Bekanntheitsgrad der Theodor-Heuss-Schule in Moabit noch nicht sehr groß ist. Die Gemeinschaftsschule ist im Schuljahr 2010/2011 aus einer Fusion der James-Krüss-Grundschule und der Moses-Mendelssohn-Oberschule hervorgegangen. Im Schuljahr 2013/2014 kam das Theodor-Heuss-Gymnasium hinzu.

Heute hat die neu gebildete Schule 980 Schüler und 120 Lehrkräfte. Von diesen ist ein Viertel neu. An der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule können alle Schüler gemeinsam von der 1. bis zur 13. Klasse lernen und sich auf jeden Schulabschluss - vom Abitur bis zur Berufsbildungsreife - vorbereiten. "Wir wollen einen Beitrag zu einem gelingenden Leben leisten", betont Brüske-Dierker. "Wir wollen eine Schulen der Chancen sein."

Im Rahmen eines Ausflugs der Fachschaft Kunst zum Thema Architektur lernten die Schüler und begleitenden Lehrkräfte die Arminiusmarkthalle kennen - und den Marktleiter, Yiannis HD. Kaufmann. Rasch war der Kontakt geknüpft. "Wir legen großen Wert auf Kunst und Kultur in der Markthalle", sagt Marktleiter Kaufmann. Er machte der Schule das Angebot, sich in der Halle zu präsentieren.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 29. Mai kamen auch Bürgermeister Christian Hanke (SPD) und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Eva Högl, die ihren Wahlkreis hier hat, sowie zahlreiche Verordnete aus der BVV und Vertreter des Jobcenters und des Quartiersmanagements. Die Schule ist Mitglied im Quartiersrat.

"Es ist hervorragend, dass die Schule nicht hinter ihren Mauern bleibt", sagte Bürgermeister Hanke. "Wir wollen in Mitte kein Kind zurücklassen", so der Rathauschef weiter. Jedes Kind besitze individuelle Fähigkeiten. Die Aufgabe der Schule sei es, diese zu fördern. Der Bezirk unterstütze die Lehrkräfte, "wo es geht". Christian Hanke kündigte an, dass ab 2017 zwei Millionen Euro in die Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule fließen sollen: für ihre Grundsanierung einschließlich der Instandsetzung der sanitären Anlagen.

Die Theodor-Heuss-Schule präsentiert sich in der Arminiusmarkthalle, Arminiusstraße 2-4, bis 29. Juni zu den Öffnungszeiten der Halle; www.thgberlin.de.

Karen Noetzel / KEN
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