Schon wieder ganz vorn: Basketballer vom Tiergarten ISC erneut Meister

Der Tiergarten ISC unterlag zwar im letzten Ligaspiel gegen den VfB Hermsdorf, sicherte sich aber erneut die Meisterschaft in der 2. Regionalliga Ost. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Kurt-Tucholsky-Grundschule |

Tiergarten. Die Basketballer vom Tiergarten ISC haben sich die Meisterschaft in der 2. Regionalliga Ost gesichert und damit ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt.

„Natürlich haben wir uns riesig über den erneuten Gewinn der Meisterschaft gefreut“, sagt Christophe Papélian, der nicht nur Leistungsträger des Teams, sondern auch Gründungsmitglied des Klubs und Trainer der 1. Damenmannschaft ist. „Besonders beeindruckend war, dass wir die Liga lange Zeit mit 19 Siegen und nur einer Niederlage dominiert haben und uns den Titel vorzeitig sichern konnten.“ Zwar ging die Partie des letzten Spieltages am Sonnabend gegen den VfB Hermsdorf mit 78:90 ebenso verloren wie das Auswärtsspiel bei den Baskets Wolmirstedt (53:59) eine Woche zuvor, doch in diesen beiden Spielen war die Truppe um Trainer Mark Mayos stark geschwächt angetreten.

Die großen Stärken des TISC, der seine Heimspiele in der Sporthalle der Kurt-Tucholsky-Grundschule austrägt, sind die sehr gute Teamchemie, die Kontinuität im Kader und die Art des Basketballspiels. Zahlreiche Leistungsträger wie Papélian selbst sind schon seit ein paar Jahren mit dabei. Und das Team hat – trotz wechselnder Trainer – die Spielweise kaum verändert: Beim TISC wird in der Regel attraktiver Power-Basketball gespielt, der nicht nur den Protagonisten selbst, sondern auch den Zuschauern viel Freude bereitet. Und dann hat man natürlich auch Spieler im Team, die aufgrund ihrer Fähigkeiten hochklassig Basketball spielen können.

Allerdings wird der TISC – wie schon im Vorjahr – den sportlichen Aufstieg nicht angehen, sondern weiterhin in der 2. Regionalliga Ost antreten. Papélian: „Es liegt natürlich auch, aber nicht nur am Geld, dass wir in der kommenden Saison nicht in der 1. Regionalliga spielen werden. Viele meiner Teamkollegen haben – wie ich auch – Familie und Kinder, gehen einem Beruf nach.“ Und bei einem Aufstieg hätte man nicht nur mehr Spiele, sondern auch fast ausnahmslos überregionale Auswärtsfahrten. „Genau diese Faktoren – nämlich Zeit, Manpower, also ein noch größeres ehrenamtliches Engagement, und fehlendes Sponsoring – haben letztlich den Ausschlag gegeben“, so Papélian.

Die Frauen vom TISC, die im Vorjahr die Meisterschaft in der 1. Regionalliga bejubeln durften und ebenso wie die Männer auf einen Aufstieg verzichtet hatten, belegten in diesem Jahr zwar „nur“ Platz vier, doch der Coach kennt die Gründe: „Aufgrund von teils langwierigen Verletzungen von Leistungsträgerinnen konnten wir fast nie mit dem besten Team antreten“, erläutert Papélian. So musste der Trainer das komplette System ändern und immer wieder Spielerinnen auf Positionen einsetzen, auf denen diese nicht bevorzugt agieren. „Wenn man das alles zugrunde legt, haben wir eine sehr gute Saison gespielt und sind wirklich stolz auf die Mädels.“ Und die Tatsache, dass man dem großen Rivalen ALBA am letzten Spieltag die Meisterschaft und den Aufstieg vermasselte, zauberte nicht nur dem Coach ein Lächeln ins Gesicht. „Die Halle war voll, weil viele Fans von ALBA gekommen waren, um den Aufstieg zu bejubeln. Es war ein tolles Spiel – unser bestes in dieser Saison. Und wir haben es verdient gewonnen.“ min
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