An der Kurt-Tucholsky-Grundschule verteilte der ADAC Sicherheitswesten an Erstklässler

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD), Berlin-Brandenburgs ADAC-Chef Manfred Voit, Frank Seemann von der Deutschen Post, Kinder der Kurt-Tucholsky-Grundschule und ihre Schulleiterin Petra Uhlig lassen knallgelbe Luftballons steigen. (Foto: KEN)
 
Gelungener Auftakt der Westenverteilaktion an der Kurt-Tucholsky-Grundschule mit Frank Seemann von der Deutschen Post, Bildungssenatorin Sandra Scheeres, Manfred Voit vom ADAC und Schulleiterin Petra Uhlig. (Foto: KEN)
Berlin: Kurt-Tucholsky-Grundschule |

Moabit. In diesem Jahr war die Kurt-Tucholsky-Grundschule in der Rathenower Straße zentraler Veranstaltungsort der Verteilaktion des ADAC. Der Allgemeine Deutsche Automobilclub Berlin-Brandenburg verteilte stadtweit 30 000 Sicherheitswesten an Erstklässler in über 400 Grundschulen.

Bundesweit haben rund 16 000 Grundschulen 750 000 Westen für ihre Schulanfänger erhalten. Die ADAC-Stiftung „Gelber Engel“ und ihre Unterstützer haben seit Beginn der Aktion im Jahre 2010 rund 5,3 Millionen kostenlose Sicherheitswesten an Abc-Schützen ausgegeben.

Petra Uhlig, Schulleiterin der Kurt-Tucholsky-Grundschule, dankte den Veranstaltern, dass ihre Schule in diesem Jahr als erste die Westen erhalten durfte. „Wir haben hier die Schule mitten in der Stadt. Viele Autofahrer benehmen sich nicht so, wie wir uns das wünschen“, sagt Uhlig. Autofahrer verstellen Einfahrten. Eltern, die ihre Kinder im Auto zur Schule bringen, lassen diese auf der Fahrerseite aussteigen.

Dazu sagte Manfred Voit, Vorstandsvorsitzender des ADAC Berlin-Brandenburg: „Ein ganz wichtiger Punkt ist die Rücksichtnahme der Autofahrer gegenüber den Kindern.“ Die verteilten Westen dienten ihrer Sicherheit. Während ein Autofahrer ein Kind am Straßenrand ohne Weste erst aus einer Entfernung von 25 Metern wahrnehme, seien es mit Weste 140 Meter. „Insofern ist es wichtig, dass die Kinder diese Westen auch tragen“, sagt Voit und an die Jungen und Mädchen der Kurt-Tucholsky-Schule gewandt: „Die Westen helfen euch nur, wenn ihr sie tragt. Zu Hause an der Garderobe sehen die vielleicht auch gut aus. Aber die Autofahrer sehen sie da ganz bestimmt nicht.“

Dass der Schulweg nicht immer einfach ist und Gefahren birgt, wusste Senatorin Sandra Scheeres aus ihrer eigenen Grundschulzeit. Schließlich seien Kinder im Einschulungsalter nicht größer, als ein Auto hoch ist. „Ich musste über vier Ampeln gehen, über einen Zebrastreifen und, was ich als Kind ganz schwierig fand, über eine Riesenkreuzung, wo es keine Ampel und keinen Zebrastreifen gab. Das war immer sehr aufregend. Für mich war immer wichtig, dass meine Mutter das mit mir eingeübt hat. Teilweise bin ich auch mit anderen Kindern zusammen zur Schule gegangen, sodass wir uns gegenseitig unterstützt haben“, erinnert sich die Senatorin.

Jedes Jahr unterstützt die Deutsche Post die Sicherheitswestenaktion des ADAC. „Wir bringen euch die Schulwesten in die Schulen“, sagte Frank Seemann, der Leiter der Abteilung Auslieferung der Niederlassung Berlin 1 der Deutschen Post, anlässlich der Aktion auf dem Schulhof der Kurt-Tucholsky-Grundschule. „Wir stellen unser ganzes Logistik-Know-how zur Verfügung und nehmen so unsere Verantwortung gegenüber den jüngsten Verkehrsteilnehmern wahr."

Wie die Pressesprecherin des ADAC Berlin-Brandenburg Jana Wierik abschließend erläuterte, war unter den 1187 in Berlin verunglückten Kindern im vergangenen Jahr jedes dritte Kind als Fußgänger unterwegs. „Für das Jahr 2015 zählt die Statistik in Berlin 432 verunglückte Kinder als Fußgänger, 331 als Radfahrer und 320 Kinder als Pkw-Mitfahrer.“ KEN
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.