Firma Menzel liefert Elektromotoren - seit 80 Jahren

Mathis Menzel ist 2005 in das väterliche Unternehmen eingestiegen. (Foto: KEN)

Moabit. Vater und Sohn führen den Industrieelektromotorenhersteller Menzel. Kurt und Mathis Menzel meinen: "Unser Anteil am Weltmarkt ist lächerlich." Doch oft läuft bei den Giganten der Branche ohne die Produkte vom Moabiter Neuen Ufer gar nichts.

Der Vertrieb großer Firmen habe häufig Probleme, etwas aus dem eigenen Werk zu erhalten, was nicht Standard sei, sagt Mathis Menzel. Dann springt sein mittelständisches Unternehmen der Antriebstechnik in die Bresche und liefert die gefragten Motoren für die Schwerindustrie, Bergwerke, Kraft-, Stahl- und Zementwerke oder Wasserpumpstationen rund um den Globus.

Ständig sind 20 000 Motoren im Wert von sechs Millionen Euro auf Lager. Menzel ist in der Branche bekannt dafür, schnell und individuell auf den Kundenwunsch einzugehen. Das ist das Markenzeichen des Unternehmens, das seit 80 Jahren besteht und von der Familie in dritter Generation geführt wird.

2005 hat Kurt Menzel das Geschäft in die Hände seines Sohnes Mathis gelegt. Der studierte Elektrotechniker und Betriebswirtschaftler sagt zwar: "Ich bin Theoretiker", aber das stellt sich bei einer Unternehmensführung mit Mitgliedern des Unternehmernetzwerks Moabit als sympathische Bescheidenheit heraus.

Der junge Mann, der fließend Englisch, Französisch und Spanisch spricht, ist in der ganzen Welt zu Hause. Er weiß, was technisch möglich ist und wo die Grenzen liegen.

Menzel mit 130 Mitarbeitern und 14 Auszubildenden, die sicher sein können, übernommen zu werden, will anders sein als die Konkurrenz. Die Firma konzentriert sich auf die Kundenberatung, das Know-how, die Endkontrolle und die Prüfung an elektrischen Maschinen. "Wir simulieren für den Motor den Einsatzbetrieb", erläutert der junge Geschäftsführer. Oder Menzel vermietet seine Prüfanlage mit 3000 PS an andere Firmen. "Wir testen häufig Prototypen, bei denen es noch an Erfahrungen fehlt."

Der Markt für Industrieelektromotoren wächst - vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Menzel fühlt sich pudelwohl in seiner Nische. Der Jahresumsatz beträgt 25 Millionen Euro. Ein weiterer Firmenstandort ist in Peine bei Hannover. Ein Büro in Hannover ist für das Engineering zuständig. 100-prozentige Vertiebstöchter sind in England, Schweden, Frankreich, Spanien und Italien ansässig. Darüber hinaus hat Menzel noch Vertriebspartner, in Argentinien und Tunesien. "Wir arbeiten daran, die Weltherrschaft zu übernehmen", scherzt Mathis Menzel.


Karen Noetzel / KEN
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