Der neue Markt soll dauerhaftes Angebot werden

Marktleiter Mike Fricke will wieder Leben auf den verwaisten Vorplatz des S-Bahnhofs Wartenberg bringen. (Foto: Wrobel)

Neu-Hohenschönhausen. Lange Zeit war der Markt am S-Bahnhof Wartenberg eine feste Institution, bis er vor zwei Jahren verschwand. Jetzt hat Marktmeister Mike Fricke einen Neuanfang gewagt.

"Die ersten Besucher haben sich gefreut, dass es hier endlich wieder einen Markt gibt", sagt Mike Fricke. Seit Ende September kommt der Marktmeister mit bis zu einem Dutzend Händlern auf den östlichen Vorplatz am S-Bahnhof Wartenberg. Seitdem gibt es hier jeden Montag wieder frischen Fisch zu kaufen, ein Fleischer bietet seine Waren an. Ergänzt wird das Warenangebot durch Obst und Gemüse, Schuhe, Taschen, Bücher und Gemischtwaren. "Ich will auf Dauer bleiben", erklärt Fricke. Deshalb soll der Markt auch im Winter weiter betrieben werden.

Doch der Marktmeister weiß auch: "Es ist kein einfacher Standort, obwohl es hier mit dem S-Bahnhof und der Bushaltestelle sehr vorteilhaft ist." Vor zwei Jahren wurde der Stadtplatz im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau Ost für 340 000 Euro neu gestaltet. Ziel war, sowohl den Ansprüchen des Durchgangsverkehrs gerecht zu werden als auch den Marktbesuchern und Händlern eine angenehme Aufenthaltsqualität zu bescheren. Dafür wurden die Pflaster ausgetauscht und vereinheitlicht, das Areal ist so auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

Eigentlich waren damit beste Bedingungen gegeben für ein neues, auch geschäftliches Leben auf dem Vorplatz. Doch das Gegenteil geschah. "Bis zur Neugestaltung des Platzes gehörte der Markt jahrelang zum Kiez dazu. Wegen den Umbaumaßnahmen konnte er nicht aufrechterhalten werden", sagt Danny Freymark, der für die Lichtenberger CDU im Abgeordnetenhaus sitzt. Deshalb drohte der östliche Vorplatz am S-Bahnhof Wartenberg zu verwaisen.

Hinzu kam Leerstand in den benachbarten Geschäften: Die Sparkassenfiliale schloss, die Post zog aus und auch der Drogeriemarkt. Das wollte Freymark nicht hinnehmen. Er unterstützte deshalb die Wiederansiedlung des Marktes, spendete Flyer und mietete zur Eröffnung des Marktes eine Hüpfburg.

"Jetzt muss der Markt einfach bekannter werden", sagt Marktmeisters Mike Fricke. Der 46-Jährige will den Platz künftig zwei Mal in der Woche nutzen. Er weiß: "Mit den Kunden kommen auch die Händler und damit eine bunte Vielfalt."


Karolina Wrobel / KW
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