Kaufhalle und Center sollen Neubauten weichen

Drei Neubauten sollen die alten Gebäude ersetzen und auch Platz für Wohnungen bieten. (Foto: Wrobel)

Neu-Hohenschönhausen. Seit mehr als einem Jahr warten Anwohner auf den Abriss der alten Kaufhalle am Rotkamp. Jetzt soll nicht nur die Kaufhalle abgerissen werden, sondern auch das Mühlengrund-Center.

Bis heute ist die alte, leerstehende Kaufhalle kein schöner Anblick auf dem ohnehin wenig belebten Stadtplatz am Mühlengrund-Center. Seit über einem Jahr warten die Anwohner auf die Erneuerung der Kaufhalle: denn noch vor einiger Zeit war an dieser Stelle der Abriss der Kaufhalle und der Bau eines neuen Marktes geplant, in den ein Discounter einziehen sollte. Jetzt sind die Pläne vom Tisch, informierte der Stadtrat für Stadtentwicklung, Wilfried Nünthel (CDU), am 18. März auf der Einwohnerversammlung im Kieztreff in der Anna-Ebermann-Straße 26 informierte. "Für den Mühlengrundstandort gibt es ganz neue Pläne", so der Stadtrat. Dem Bezirksamt liegt aktuell eine Bauvoranfrage eines Investors vor. So soll nicht nur die alte Kaufhalle verschwinden, sondern auch das Mühlengrund-Center. "Diese Gebäude sollen abgetragen und durch drei Neubauten ersetzt werden", erklärt Wilfried Nünthel.

Geplant sind zwei sechsgeschossige Wohngebäude, zudem ein achtgeschossiges Gebäude. Im diesem sind auch Gewerbeflächen geplant, die Platz für die bereits im alten Mühlengrund-Center ansässigen Ärzte und Gewerbetreibenden böten. Insgesamt seien 200 Wohneinheiten geplant. "Wir können uns an dieser Stelle Wohnen grundsätzlich vorstellen, das ist städtebaulich in diesem Wohngebiet vertretbar", sagt Nünthel.

Derzeit werde die Bauvoranfrage allerdings noch geprüft. Die Details des Bauvorhabens sollen am 10. April um 17 Uhr auf der öffentlichen Baubeiratssitzung im JFE in der Rüdickenstraße 29 vorgestellt werden.

Der Bezirk drängt auf eine Konkretisierung der Planung. "Wir wollen hier eine zügige Lösung haben, da wir den Stadtplatz mit dem Fördermittelprogramm Stadtumbau Ost weiter erneuern wollen." Im vergangenen Jahr wurde bereits der Vorplatz neu gestaltet. "Für die weitergehende Erneuerung muss die Gestaltung zwischen den öffentlichen und den privaten Flächen abgestimmt werden", erklärt Nünthel.

Mit den neuen Plänen könnte auch der Brunnen des Künstlers Achim Kühn endlich wieder sprudeln. Denn die Sanierung des Brunnens schätzt das Bezirksamt auf etwa 250 000 Euro - Geld, das der Bezirk nicht hat. Ein Gutachten soll jetzt klären, wie viel Geld für die notwendigsten Reparaturen des Brunnens aufgewendet werden müsste. Mit dem nun geplanten Wohnbauvorhaben könnte es hier zu einer neuen Lösung kommen, berichtete der Stadtrat. Bei der Vorstellung der Pläne im Ausschuss für ökologische Stadtentwicklung im März hatten sich die für das Neubauvorhaben zuständigen Architekten gesprächsbereit gezeigt. Der Investor könnte einen Teil der Finanzierung übernehmen.


Karolina Wrobel / KW
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