Zum Jubiläum der Großsiedlung entstand ein Panorama

Thomas Zöltsch gestaltete gemeinsam mit Jugendlichen die Fassade des Jugendclubs Mikado. | Foto: Wrobel
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Neu-Hohenschönhausen. Zusammen mit Jugendlichen hat der Künstler Thomas Zöltsch ein Wandbild für den Jugendclub Mikado in der Egon-Erwin-Kisch-Straße 1a entworfen.

Es zeigt das Dorf Malchow, den Malchower See und das Hochhauspanorama von Neu-Hohenschönhausen. "Das 30-jährige Jubiläum der Großsiedlung Hohenschönhausen ist die Chance, den Bezirk bekannter zu machen", sagt der 34-jährige Zöltsch. "Wir wollen zeigen, es gibt hier Leute, die sich sozial und kulturell engagieren."

Zöltsch wuchs selbst in Hohenschönhausen auf, fing schon als Teenager mit dem Graffiti-Sprayen an, zunächst illegal. "Heute arbeite ich als Grafiker und Maler, zeige Jugendlichen in Workshops, wie sie sich ausdrücken können, ohne kriminell werden."

Freie Flächen, die legal besprüht werden könnten, sind rar. Jeder Jugendliche, der sich im Graffiti ausprobieren will, ist deshalb im Jugendclub Mikado willkommen. "Wir stellen dafür eigens große Papierwände bereit, stellen auch die Farbspraydosen", sagt Pierre Steinbach, der Leiter der Einrichtung. All das können die Jugendlichen kostenlos nutzen.

"Es ist wichtig, die Jugendlichen auf diese Weise zu erreichen", sagt Steinbach. Allerdings kämpft die Einrichtung unter der Trägerschaft des Vereins Kietz für Kids mit der Finanzierung solcher Projekte. Das Budget für das Mikado wurde vom Bezirk um 10 000 Euro gekürzt.

"Aus diesem Grunde sind wir auf das soziale Engagement von Firmen angewiesen", sagt Steinbach. So nimmt das Mikado am 1. Lichtenberger Schulgarten-Wettbewerb teil, legte einen Gemüsegarten an. "Ohne Sach- und Pflanzenspenden des Globus-Marktes hätten wir das nicht hingekriegt", sagt der Mikado-Chef.

Die Umzäunung des Gebäudes wurde durch die Wohnungsbaugesellschaft Howoge unterstützt. Und die Verwirklichung des riesigen Fassadenbildes zusammen mit den Jugendlichen brauchte neben viel Fantasie und künstlerischem Geschick auch Dutzende von Farbspraydosen. "Die hier benutzten Dosen stammen alle aus der Asservatenkammer der Polizei", sagt Pierre Steinbach. So wurde von den Jugendlichen ein Bild geschaffen, das auch den älteren Anwohnern gefällt."

Karolina Wrobel / KW
Autor:

Karolina Wrobel aus Lichtenberg

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