Ampelanlage auf der Falkenberger Brücke weiterhin aus

Das Einfädeln stadteinwärts macht die Brücke weiterhin zu einem Nadelöhr für den Verkehr. (Foto: Wrobel)

Neu-Hohenschönhausen. Die Sanierung der Falkenberger Brücke ist längst beendet, doch noch immer ist Verkehrsführung ein Provisorium. Wann die fehlende Ampel in Betrieb geht, bleibt offen.

"Die Brücke kann noch immer nicht vollständig genutzt werden", kritisiert der Abgeordnete Danny Freymark (CDU). "Besonders skandalös ist, dass es bis heute keinen Termin für die endgültige Fertigstellung gibt und sich damit auch die Arbeiten am Radfahrstreifen stadteinwärts verzögern." Seit Jahren beanstanden Anwohner die Verkehrssituation auf der Brücke, weil Autofahrer und Radfahrer stadteinwärts auf eine gefährlich schmale Fahrspur zusammendrängt werden. Die BVG reihte sich vor einem Jahr in die Gruppe der Kritiker ein und wies auf die Behinderungen an diesem Verkehrsknotenpunkt hin. Freymark drängt seit geraumer Zeit bei den zuständigen Behörden auf die Lösung des Problems. Auf einen Termin für die Freigabe der zweiten Fahrspur will sich die Senatsverwaltung, trotz Drängen des Abgeordneten, nicht festnageln lassen. So hält das Provisorium auf der für etwa 2 Millionen Euro sanierten Brücke weiter an.

Schuld an der schlechten Verkehrssituation ist eine fehlende Ampel, welche die Sperrung der linken Fahrbahn notwendig macht. Der Hintergrund ist folgender: Busse und Straßenbahnen teilen sich den Gleisbereich in der Mitte. Die Busse müssen jedoch vor der Kreuzung Falkenberger Chaussee/Wustrower Straße den Gleisbereich verlassen und auf die Falkenberger Chaussee ausweichen. Damit die Busse ohne Verzögerungen auf die Falkenberger Chaussee einbiegen können und die Züge der Straßenbahn nicht am Weiterfahren hindern, wurde die linke Fahrspur für den Autoverkehr gesperrt.

Die Sperrung als Zwischenlösung wird vorerst bleiben. "Für die endgültige Verkehrsführung der Falkenberger Chaussee Richtung Prerower Platz kann noch kein Termin genannt werden", so die Antwort der Senatsverwaltung auf die Anfrage von Freymark. Es gibt einen weiteren Grund für die Verzögerung: Weil neben Bussen der BVG auch solche der Barnimer Verkehrsgesellschaft von der Ampelanlage abhängig sind, werde derzeit geprüft, ob deren Busse mit der Ampelanlage auch kommunizieren könnten.


Karolina Wrobel / KW
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