Weichselplatz umgestaltet: schmalere Fahrbahn, breiterer Uferweg

Die neuen Tischtennisplatten werden gern genutzt. (Foto: Schilp)

Neukölln. Der umgestaltete Weichselplatz ist am 23. Juni mit einem Fest offiziell der Öffentlichkeit übergeben worden. Rund eine Million Euro hat die Schönheitskur gekostet.

Mehr Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit – das waren die erklärten Ziele. Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) glaubt, dass sie erreicht wurden. „Hier ist ein Rückzugsort entstanden, der für viele Bewohnerinnen und Bewohner ein Lieblingsort werden kann“, sagt sie.

Rund ein Jahr hat die Buddelei rund um den Platz gedauert. Die Weichselstraße hat in diesem Bereich nun breitere Bürgersteige und eine schmalere Fahrbahn. So haben Cafés mehr Platz für Tische und Stühle unter freiem Himmel, die Radler rollen auf dem neuen Asphalt besser als auf dem alten Kopfsteinpflaster und das Überqueren der Straße ist dank Gehwegnasen sicherer. Auf dem letzten Straßenstück – zwischen Weigandufer und Lohmühlenstraße – gilt Tempo 10.

Auch am Eingang an der Fuldastraße hat sich etwas getan. Bäume am Kanal wurden gepflanzt, Spaziergänger können sich zum Entspannen auf Sitzstufen niederlassen. Daneben gibt es einen kleinen Platz mit drei Tischtennisplatten.

Das Angebot kommt sehr gut an. „Der Platz am Weigandufer hat sich direkt nach dem Abbau der Baustellengitter zum sportlichen Treffpunk entwickelt“, sagt Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann (Grüne). Das zeige, dass der dicht besiedelte Neuköllner Norden dringend solche Inseln der Erholung brauche.

Auf dem Platz selbst wurden die Zugänge, der Rosengarten und Teile der Liegewiese erneuert. Dann ging es an die Umgestaltung des Uferwegs. Er ist nun breiter, und es gibt Sitzgelegenheiten. Fahrradfahrer sollen ihn eigentlich nicht mehr benutzen, sie tun es aber dennoch in gewohnt großer Zahl. Das ist ihnen nicht mal zu verdenken, ein Verbotsschild ist nirgends zu sehen.

Während der Weichselplatz fertig ist, wird auf dem Lohmühlenplatz auf der gegenüberliegenden Kanalseite noch letzte Hand angelegt. Die beiden Baumgruppen am Beginn des Kiehlufers werden umgestaltet; die eine wird zum Biotop, die andere mit Bänken bestückt. Der Gehweg am Kiehlufer wird auf Wunsch der Anwohner um eine paar Meter bis zur Harzer Straße verlängert; das Ufer wird in diesem Abschnitt zur Einbahnstraße in Richtung Harzer Straße.

Schon einige Zeit fertig ist der nördliche Teil des Lohmühlenplatzes, der einen Zugang zum Mauerweg entlang des Landwehkanals bietet. Die Schmetterlingswiese ist wiederhergestellt. Und schließlich ist es auf der Lohmühlenbrücke sicherer geworden: Zwei Mittelinseln erleichtern nun das Überqueren der Straße. sus
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