Grundschule hat eine nagelneue Lernwerkstatt

"Wer will fleißige Forscher sehn, der muss zu uns Kindern gehn" - mit diesem Lied feierten die Schüler die Einweihung ihrer Lernwerkstatt. (Foto: KT)
Berlin: Theodor-Storm-Grundschule |

Neukölln. Die Schüler der Theodor-Storm Grundschule in der Hobrechtstraße 76 haben große Ziele. Sie wollen einmal Forscher, Entdecker oder Konstrukteure werden - das sangen sie zumindest bei der Eröffnung ihrer Lernwerkstatt.

Bildungsstadträtin Franziska Giffey (SPD) war zur Feier des Tages vorbeigekommen. "Forschen ist der Hit, das macht uns alle fit", sangen die Schüler in einem Lied. Und sie konnten es der Stadträtin auch gleich erklären, wie sie sich auf den neuen Unterricht in der Lernwerkstatt freuen. "Wir können hier basteln und spielen", "Wir haben schon Schiffe gebaut" - so kam es aus der Gruppe der Schüler.

In diese Grundschule kommen 196 Schüler aus dem Norden des Bezirks. "Der Einzugsbereich reicht von der Sonnenallee bis zum Maybachufer", erklärte Schulleiterin Margret Walz. Das ist eine problematische Region mit großen Familien, die wenig Geld haben und sich oft auch wenig um die Kinder kümmern.

Stadträtin Giffey wertete die Eröffnung des neuen Raums als gutes Zeichen dafür, dass das Bildungsprogramm in den Problemschulen umgesetzt wird. Rund 28 000 Euro aus dem Bonusprogramm nutzte man dazu, ein ganz normales Klassenzimmer zur Lernwerkstatt umgebaut. "Wir haben engagierte Kinder, Eltern und Lehrer", meinte die Stadträtin. "Es wurden im Bezirk die richtigen politischen Entscheidungen getroffen, um solche Problemschulen zu unterstützen."

Im Bezirk bekommen 44 der 65 Schulen finanzielle Mittel aus dem Bonusprogramm. "Wir haben das ganze Geld ausgegeben", sagte Franziska Giffey. "Unsere Lehrer wissen schon, was sie mit diesem Geld alles machen können."

Mit im Boot ist die Arbeiterwohlfahrt, die für den Hort und die Schulstation zuständig ist. Diese Zusammenarbeit will die Grundschule fortsetzen. "Seit über zehn Jahren sprechen wir schon über so eine Lernwerkstatt", sagte Schulleiterin Margret Walz. "Nun haben wir endlich die Mittel aus dem Bonusprogramm bekommen, um unsere Ideen umzusetzen." Nach den Winterferien können die Schüler der 1. bis 6. Klassen hier arbeiten. Im Mittelpunkt steht die Umweltbildung, so Sozialpädagogin Isabel Hollenbeck, die für die Lernwerkstatt verantwortlich ist. Die Schüler können als Forscher und Entdecker aktiv werden.

Wie berichtet, profitieren 44 der 65 Neuköllner Schulen vom Bonusprogramm. Sie erfüllen sich unterschiedliche Wünsche: Das Geld fließt in Bibliotheken, Elterncafés, Lernwerkstätten, in die Sprachförderung, in Kunst- und Theaterprojekte, Erzieher-Workshops oder Sport- und Gesundheitsangebote.


Klaus Tessmann / KT
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