Investitionen in Neuköllns Schulen: Fast alle Sanierungsprojekte liegen im Zeitplan

Bürgermeisterin Franziska Giffey auf der Baustelle am Campus Rütli zwischen Weser- und Pflügerstraße. Im Hintergrund der Rohbau des campuseigenen Stadtteilzentrums, in das unter anderem Mitarbeiter des Zahnärztlichen Diensts, des Jugendamts und der Volkshochschule einziehen. (Foto: BA Neukölln)

Neukölln. In mehr als der Hälfte der Neuköllner Schulen wurde und wird in diesem Jahr gebaut, saniert und ausgebessert. Pünktlich zum neuen Schuljahresbeginn zieht Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) eine Zwischenbilanz: Über 90 Prozent der Maßnahmen liegen im Zeitplan.

So viel Geld stand schon lange nicht mehr zur Verfügung. Hatte der Bezirk bereits im vergangenen Jahr 20 Millionen Euro in 36 Schulen investieren können, sind es 2017 mehr als 30 Millionen. Sie kommen 34 Lehranstalten zugute.

Drei Beispiele von vielen: Die Kinder und Jugendlichen der Britzer Fritz-Karsen-Schule freuen sich unter anderem über neue Toiletten und einen sanierten Sportplatz. Die Rudower Michael-Ende-Schule bekommt neue Klassen- und Flurfenster und die Helmholtz-Schule in Gropiusstadt neue Bodenbeläge, ein energetisch saniertes Dach und anderes mehr.

Die meisten Maßnahmen werden in diesem, einige im nächsten Jahr abgeschlossen. Nur wenige Arbeiten dauern länger als geplant. Zum Beispiel wird der Schulhof des Ernst-Abbe-Gymnasiums an der Sonnenallee zwei Monate später fertig. Angesichts der Tatsache, dass das gesamte Gebäude saniert worden ist, handelt es sich um eine Verzögerung, die zu verkraften ist.

Neben den Sanierungen fließen bis 2021 über 100 Millionen Euro in neue Schulgebäude. Im Juli fiel der Startschuss für den Neubau der Buckower Leonardo-da-Vinci-Schule, einem der größten Neubauprojekte im Bezirk, das rund 35 Millionen Euro kostet. Der 51 Millionen Euro teure Neubau der Rudower Clay-Schule beginnt nächstes Jahr. Etwa 25 Millionen Euro werden in Neubauten am Campus Rütli investiert.

Wie mehrfach berichtet, gibt Neukölln seit mehr als 15 Jahren rund 80 Prozent seiner Investitionsmittel für Schulen und andere Bildungseinrichtungen aus. Eine Schwerpunktsetzung, die sich auszahlt, sagt Franziska Giffey. „So haben wir erreicht, dass unsere Schulen den höchsten Gebäudewert im berlinweiten Vergleich haben.“ Einen Sanierungsbedarf gebe es trotzdem, vor allem im Bereich der energetischen Sanierung und bei der Barrierefreiheit.

Um die Herkulesaufgabe zu bewältigen hat das Hochbauamt 2015 das Personal aufgestockt und 20 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. sus
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