Schüler starten wieder Aktionswoche "Attacke gegen Hundekacke"

Miruka (links), Ali Emre, Abdallah und Emre präsentieren an einem stehengelassenen Einkaufswagen auf der Straße Plakate, die von ihren Mitschülern entworfen wurden. (Foto: Sylvia Baumeister)

Neukölln. Seit 18 Jahren veranstaltet die Peter-Petersen-Grundschule alle zwei Jahre ihre Aktion "Attacke gegen Hundekacke", in diesem Jahr vom 13. bis 17. April. Kiezbewohner sind aufgerufen, die Schule zu unterstützen - mit eigenen Aktionen und der Teilnahme an einer Demo.

Auf die Woche nach den Osterferien freuen sich die 330 Schüler der Peter-Petersen-Grundschule in der Jonasstraße 15 schon jetzt. Denn da steht für sie und ihre Lehrer der Umweltschutz im Mittelpunkt - und damit die "Attacke gegen Hundekacke". Von Montag bis Freitag beschäftigen sich die Mädchen und Jungen im Unterricht mit dem Thema "Sauberkeit im Quartier", komponieren Lieder, malen Transparente und Plakate.

Auch direkt vor Ort, in den Straßen des Körnerkiezes, werden sie aktiv: In Teams zählen die Grundschüler Hundehaufen und kennzeichnen sie mit Farbspray. "Es stört uns, wenn hier alles so dreckig ist. Wenn wir die Hundehaufen markiert haben, fällt noch viel mehr auf, wie viele es davon gibt", meint Miruka.

Der zwölfjährige Junge, seine drei Schulsprecher-Kollegen Abdallah, Emre und Ali Emre und ihre Mitschüler wollen nicht nur gegen die ungeliebten Hinterlassenschaften der Bellos vorgehen, sondern auch gegen Sperrmüll, der hauptsächlich in der Thomasstraße und im Mittelweg immer wieder abgestellt wird. "Es sind oft gefährliche Gegenstände dabei, an denen sich vor allem die jüngeren Schüler auf ihrem Weg zum Hort verletzen können", sagt die Schulleiterin Hildegard Greif-Groß.

Sie führt die "Attacke gegen Hundekacke" weiter, nachdem diese vor 18 Jahren von ihrer Vorgängerin Ruth Weber an der Schule eingeführt wurde. "Dabei machen alle Kinder immer gern mit", erzählt die Schulleiterin. Umwelterziehung sei schon seit 30 Jahren ein Schwerpunkt an der Peter-Petersen-Schule.

Seit 20 Jahren gibt es eine Umwelt-AG an der Schule, seit drei Jahren finanziert der Förderverein ein grünes Klassenzimmer auf dem Tempelhofer Feld, das regelmäßig von allen Klassen besucht wird und auf dem sich auch einige Eltern ehrenamtlich engagieren.

Mehr Engagement wünschen sich die Kinder auch von den Bewohnern des Körnerkiezes. "Es wäre schön, wenn sich die Menschen mehr darum kümmern, wie es in ihrer Straße aussieht", sagt Emre. Wer mitmachen möchte, ist aufgerufen, in der Aktionswoche Müll, Dreck und Abfall vor der eigenen Haustür zu entsorgen. Zudem ruft die Schule alle Nachbarn zur Teilnahme an einer Demonstration für mehr Sauberkeit auf, an der sich auch Kinder der Richardschule sowie Kitas und Horte der Umgebung beteiligen.

Die Demonstration startet am Freitag, dem 17. April um 12 Uhr vor der Jonasstraße 15 und zieht durch mehrere Straßen im Kiez bis zum Körnerpark.

Sylvia Baumeister / SB
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