Brandserie: Kinderwagen sowie Müllcontainer auf Hinterhöfen angesteckt

Neukölln. Die Notrufe rissen nicht ab: Die Berliner Feuerwehr wurde am frühen Morgen des 15. Januar zu zehn Einsätzen in Neukölln und Britz gerufen.

Die Serie begann um 1.35 Uhr in der Karl-Marx-Straße, teilt die Feuerwehr mit. Dort brannte im Erdgeschoss eines Miethauses ein Kinderwagen, der Brand konnte glücklicherweise schnell gelöscht werden.

Ein paar Minuten später gab es Alarm in der Schierker Straße. Auch dort stand ein Kinderwagen in Flammen, das Treppenhaus war voller Qualm. Zehn Bewohner waren in den Rauch gelaufen und wurden von einer Notärztin versorgt, zwei Personen mussten ins Krankenhaus. Die zwölf Menschen, die in ihren Wohnungen geblieben waren, blieben unverletzt.

Inzwischen war ein weiteres Feuer in einem Müllcontainer auf dem Hof eines Hauses in der Rübelandstraße ausgebrochen. Kaum war dieses gelöscht, kam der nächste Notruf aus der Nogatstraße. Ausgelöste Rauchmelder hatten die schlafenden Bewohner alarmiert, die sofort die Feuerwehr riefen. Wieder brannte ein Kinderwagen.

Danach trafen Meldungen über angesteckte Müllcontainer der Siegfriedstraße und der Kirchhofstraße ein. Wenig später standen weitere Kinderwagen in der Emser- und der Nogatstraße in Flammen. Acht Personen mussten vom Rettungsdienst versorgt werden.

Dann war anderthalb Stunden Ruhe. Doch schließlich musste die Feuerwehr nochmal zur Grenzallee ausrücken. Hier brannte wieder ein Kinderwagen und kurz danach in einem anderen Gebäude ein Müllcontainer. Gegen 5.30 Uhr waren die Einsätze beendet.

Bis Redaktionsschluss war über die Hintergründe der Taten nichts bekannt. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung übernommen. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. sus
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