Andere Welten kennenlernen: Bildungsstadtrat zieht Bilanz nach KinderKulturMonat

Die beiden zwölfjährigen Schüler Desmond und Tobias entwarfen eine Unterwasserwelt. (Foto: Sylvia Baumeister)
Berlin: Young Arts Neukölln |

Neukölln. Im Oktober beteiligten sich 52 Berliner Orte am vierten "KinderKulturMonat". Mehrere Tausend Mädchen und Jungen zwischen vier und zwölf Jahren nahmen an über 100 Veranstaltungen teil. Die große Abschlusspräsentation fand im Young Arts Neukölln, Donaustraße 43, statt.

Der Oktober war ein aufregender Monat für die Kinder. Es ging zu vielen Orten, die die meisten von ihnen eher selten besuchen. Sie waren in Museen, Galerien, Konzerthäusern und vielen anderen Einrichtungen, wo sie am Wochenende mit ihren Eltern keinen Eintritt zahlen mussten.

Organisiert wurde das Ganze vom "WerkStadt Kulturverein"; Grundschulen unterstützten das Großprojekt. In Kooperation mit der Volkshochschule Neukölln gab es im Bezirk in den Herbstferien zudem 24 Talent-Campi.

Die Kinder gingen mit Künstlern, Musikern, Tänzern oder Schauspielern auf eine mehrtägige Lernreise durch Berlin. Sie erfuhren, wo und wie Kunst und Kultur produziert und bewahrt wird. Im Anschluss konnten sie ihre Eindrücke zu eigenen Werken verarbeiten, die sie zum Abschluss in Ausstellungen präsentierten. „Wir haben so viele Talent-Campi zum KinderKulturMonat gehabt, wie kein anderer Bezirk“, so Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer (SPD).

Im Young Arts Neukölln waren Kunstwerke aus der Druckgrafik und eine Modell-Stadt mit Maschinen der Zukunft zu sehen. Auch Theater- und Musik-Aufführungen – Ergebnisse aus weiteren Kursen – wurden präsentiert. „Unsere Kinder zeigten sich sehr interessiert an den Musikinstrumenten, die sie im Klingenden Museum und in der Werkstatt der Kulturen kennenlernten. Nach einem Besuch im Tonstudio schrieben sie begeistert eigene Lieder“, erzählt Musikerin Suki Shanti Osman, die gemeinsam mit Rosanna Lovell den Kurs „Follow my Lied“ betreute.

Für Rämer hatte der Monat mehrere positive Effekte: „Wir können Kindern, die nicht wegfahren, ein interessantes Ferienprogramm bieten. Sie erfahren Dinge mit allen Sinnen und lernen andere Welten außerhalb ihres Bezirks kennen.“ SB
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