Ausstellung "Tempus Ritualis" in der Galerie im Körnerpark

Zu sehen ist auch dieses Bild von Nina Fischer und Maroan el Sani, die Passanten zu einem Geschicklichkeitsritual mit Ei einluden. (Foto: Fischer & el Sani)

Neukölln. Die Galerie im Körnerpark eröffnet am 24. Oktober eine Ausstellung deutscher und griechischer Künstler, die die Krise in Griechenland zum Ausgangspunkt nimmt, um neue soziale Entwicklungen und kulturelle Muster zu untersuchen.

Welche Initiativen, Formen von Solidarität und Vergemeinschaftung sind in Zeiten der Veränderung zu beobachten? Dieser Frage gehen zehn am Projekt "Tempus Ritualis" beteiligte Künstler nach. Der Titel kombiniert zwei gegensätzliche Begriffe: Während das Wort Tempus auf die aktuelle Zeit verweist, können Rituale erst durch eine kontinuierliche Wiederholung spezifischer kultureller Vorgehensweisen entstehen, sind also in der Vergangenheit begründet. Tempus Ritualis möchte mit Hilfe künstlerischer Methoden neue rituelle Formen in ihrer Entstehung erforschen und präsentieren: Wodurch ist unsere Zeit charakterisiert und welche gemeinschaftsstiftenden Rituale bilden sich in Zeiten der Krise heraus?

"Wir wollten uns nicht auf die Krise fokussieren, sondern auf soziale Rituale, die die Menschen zusammenhalten", erzählt Kuratorin Christine Nippe. Die Ausstellung zeigt Fotografien, Videos, Collagen und Installationen, die alle auf Spurensuche in Griechenland gingen. So zeigt die griechische Künstlerin Lia Nalbantidou beispielsweise in ihren Fotografien die Spuren gemeinsamer nächtlicher Mahlzeiten von Obdachlosen.

Die Ausstellung in der Galerie, Schierker Straße 8, läuft bis 11. Januar. Gespräche mit Künstlern finden am 26. Oktober und 23. November jeweils um 17 Uhr statt. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 10 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt.

Sylvia Baumeister / SB
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