Authentischer als Kitsch? Zwei neue Ausstellungen im Kindl

Dieses Produktionsfoto stammt aus dem 2017 entstandenen Video „Lehre Deutsch mit Petra von Kant“, das in der Ausstellung „Up and Down“ im Maschinenhaus des Kindl zu sehen ist. (Foto: Jan-Frederik Metje)
Berlin: Kindl - Zentrum für zeitgenössische Kunst |

Neukölln. Ab Sonntag, 2. April, präsentiert das im Oktober 2016 fertiggestellte Maschinenhaus des Kunstzentrums am Sudhaus 2 zwei neue Ausstellungen, die parallel laufen.

„Up and Down – Die Avantgarde von Heute als Salonkunst von Morgen?“ ist der Titel der Gruppenausstellung, die vom 2. April bis 6. August auf der ersten Etage im Maschinenhaus gezeigt wird. Sie präsentiert künstlerische Positionen, die sich im Spannungsfeld zwischen Subkultur, Hochkultur und Mainstream bewegen und stellt viele Fragen. Wann gilt etwas als Hochkultur und wann als Subkultur? Ist Subkultur authentischer als Kitsch, Glamour und Pop?

Die von An Paenhuysen kuratierte Schau stellt Werke von Lena Braun, Grace Jones mit Nick Hooker, Ming Wong mit The Island of Lost Souls sowie von Andy Warhol mit Susan Sontag und weitere Künstler gegeneinander.

Der aus dem Iran stammenden Künstlerin Shirana Shahbazi widmet das Kindl erstmalig eine umfassende Werkschau in Berlin: in einer Einzelausstellung auf Ebene M2. Die Ausstellung „First Things First“ („Die ersten Dinge zuerst“) läuft ebenfalls bis zum 6. August.

In rund 60 Werken zeigt sie eine Auswahl von Shahbazis in den vergangenen 15 Jahren entstandenen, überwiegend fotografischen Arbeiten. Die in Zürich lebende Künstlerin schuf parallel höchst heterogene Werkgruppen: schwarz-weiße Landschaftsaufnahmen, prunkvolle Stillleben, geometrische Abstraktionen oder dokumentarische Fotografien.

Zur Ausstellung, die von Andreas Fiedler kuratiert wird, erscheint eine Publikation. Beide Ausstellungen sind mittwochs bis sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 5, ermäßigt 3 Euro. SB

Weitere Infos unter  832 15 91 20 oder www.kindl-berlin.de.
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