Diskussion und mehr: Es tut sich was in der alten Kindl-Brauerei

Das Kindl-Zentrum für zeitgenössische Kunst lädt zum Gespräch mit Roman Signer ein. (Foto: KT)

Neukölln. Neues Leben in der alten Brauerei: Seit September vergangenen Jahres hängt kopfüber ein Sportflugzeug von der Decke des ehemaligen Kesselhauses und dreht sich im Wind von zwei Ventilatoren. Nun lädt das im Kindl-Zentrum für zeitgenössische Kunst, Am Sudhaus 2, zum Künstlergespräch ein.

Mehr als 10.000 Besucher haben in den vergangenen sechs Monaten die Installation "Kitfox Experimental" von Roman Signer im Kesselhaus gesehen. In der 20 Meter hohen Halle des ehemaligen Kesselhauses soll immer nur ein einziges Kunstwerk ausgestellt werden.

Wer mehr über "Kitfox Experimental" wissen möchte: Am Mittwoch, 25. März, lädt das Kindl-Zentrum um 20 Uhr zu einer Diskussion mit dem Künstler ein. Er wird im Gespräch mit dem künstlerischen Direktor Andreas Fiedler einen Einblick in den Entstehungsprozess der Installation und in sein gesamtes künstlerisches Schaffen geben.

Die Gebäude wurden Ende des 19. Jahrhundert gebaut. Damals hieß Neukölln noch Rixdorf, und hier gab es viele Kneipen und große Festsäle. Dazu gehörte auch die "Vereinsbrauerei Berliner Gastwirte in Rixdorf", die im Jahr 1872 gegründet wurde. In der Hermannstraße 214, direkt am Rollberg, wurde am 1. März 1873 die Brauerei eröffnet, wenige Tage später floss das erste Bier in Strömen. 1910 wurde schließlich aus der Vereinsbrauerei die Kindl-Brauerei. Seit 1907 ist der Goldjunge mit dem Bierkrug das Wappenzeichen.

Bis vor zehn Jahren wurde am Rollberg noch Gerstensaft gebraut, jetzt sollen die denkmalgeschützten Gebäude ein Anlaufpunkt für Künstler und Kunstinteressierte werden. Im ehemaligen Sudhaus, das aus dem Jahr 1926 stammt, soll ein Café eingerichtet werden. In den anderen Räumen, im hohen Turm und in der Brauerei ist viel Platz für Künstler, Ateliers und Ausstellungen. Im Sommer wird dann noch ein Biergarten vor dem Gebäude folgen.

Der Eintritt zur Veranstaltung mit Roman Signer ist frei, weitere Infos unter www.kindl-berlin.de.

Klaus Tessmann / KT
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