Gruppenausstellung von internationalen Künstlern im Körnerkiez

Janine Hönig fertigt in ihrem Atelier in der Jonasstraße riesige Installationen an, wie hier im Hintergrund von Bakterien. (Foto: Sylvia Baumeister)
Berlin: kunstraum t27 |

Neukölln. Der WerkStadt Kulturverein präsentiert vom 23. Mai bis 21. Juni im kunstraum t27 eine Gruppenausstellung mit sieben Künstlern, die im Körnerkiez leben und arbeiten. Sie ist Teil des dreijährigen Projekts "Kultur für alle Generationen".

Für die internationale Kunstszene ist der Körnerkiez im Laufe der letzten Jahre zu einem Begriff geworden: Der WerkStadt Kulturverein beherbergt Ateliers für rund 20 freie Künstler der verschiedensten Richtungen; im Kiez gibt es mehr als 40 weitere Ateliers, Kunsträume und Galerien, darunter einige Kollektive.

Der Kulturverein hat sich im Jahr 2008 gegründet und will einem breiten Publikum Kunstprojekte, nicht-kommerzielle Veranstaltungen und Ausstellungen bieten, ohne dabei die Verwurzelung im Kiez aus den Augen zu verlieren.

"Zyklisch" heißt die neueste Ausstellung, in der ab 23. Mai im kunstraum t27 sieben internationale Künstler Gelegenheit haben, ihre Arbeiten vorzustellen. Die Ausstellung ist Teil des seit 2014 laufenden WerkStadt-Projekts "Kultur für alle Generationen", das vom Quartiersmanagement mit Mitteln des Programms Soziale Stadt gefördert wird.

"Der Titel ,Zyklisch`’ bezieht sich auf den Versuch, mithilfe von Kunst verschiedene Phasen des Menschen darzustellen, den Zyklus des Lebens", erklärt Maria Ortese von der WerkStadt. Der erste Teil "Werden und Vergehen" zeigt Arbeiten von Alice Baillaud und Kristina Berning sowie von Janine Hönig. Die 34-Jährige aus Jena stammende Künstlerin beschäftigt sich mit Mikroorganismen, die für den Anfang des Lebens auf der Erde stehen. In Übergröße fertigt sie zwei- oder dreidimensionale Installationen von Amöben, Bakterien und anderen winzige Organismen an. "Sie sind eine Parallelgesellschaft, die man nicht sieht, die aber ihr eigenes Spiel treibt," findet die Künstlerin.

Seit zwei Jahren lebt die frischgebackene Mutter eines Sohnes im Körnerkiez, voriges Jahr eröffnete sie ihr Atelier in der Jonasstraße. "Hier habe ich eine gute Verknüpfung von Künstlern vorgefunden", sagt Janine Hönig. Im zweiten Teil der Ausstellung beschäftigen sich die vier Künstler Mara Diener, Sergio Frutos, Douglas Henderson und Morten Straede mit "Leben und Vergänglichkeit".

Das Projekt "Kultur für alle Generationen" läuft bis Ende 2016; es sind noch weitere Kunstaktionen und Veranstaltungen geplant. Ein Highlight wird im kommenden Jahr eine künstlerische Retrospektive zum Thema "100 Jahre Körnerpark" mit Ausstellungen, Lesungen und Performances über 100 Tage sein.

Die Ausstellung in der Thomasstraße 27 im kunstraum t27 ist mittwochs bis sonntags bei freiem Eintritt geöffnet. Informationen unter 56 82 19 64.

Sylvia Baumeister / SB
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