Bundestagsabgeordnete erhielt falsche Terrorwarnung für Neuköllner Einkaufszentren

Neukölln. Die Neuköllner CDU-Bundestagsabgeordnete Christina Schwarzer warnt davor, leichtfertig Nachrichten zu trauen, die über die sozialen Medien verbreitet werden. Anlass dafür ist eine Nachricht auf ihrem Handy, die sie über einen angeblich geplanten Anschlag auf die Gropiuspassagen informierte.

Wie Schwarzer nun öffentlich machte, hatte sie am 23. Dezember, vier Tage nach dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz, eine WhatsApp-Sprachnachricht auf ihrem Handy empfangen. Ein Mann sprach von „vertraulichen Informationen des LKA“ und einer „in Rudow aufgeflogenen Terrorzelle“. Er riet dazu, die Gropiuspassagen und andere Neuköllner Einkaufszentren zu meiden, weil Anschläge drohten.

Schwarzer wandte sich an die Polizei, die innerhalb von 30 Minuten im Internet meldete, dass ihr keine Hinweise auf eine Bedrohung vorlägen. Der Urheber der Nachricht wurde wenige Tage später ermittelt. Er soll zugegeben haben, die Terrorwarnung erfunden zu haben. Gegen ihn wird wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt.

„Widerlich, dass solche Lügenbarone nicht nur mit unseren Gefühlen spielen, sondern auch unsere ohnehin überlastete Polizei und Staatsanwaltschaft auf Trab halten“, kommentiert die Politikerin den Vorfall. Sie appelliert an alle Neuköllner, sich stets auf mehreren Kanälen zu informieren, im Internet nach Nachrichten von offiziellen oder vertrauenswürdigen Medien zu suchen und ein gesundes Misstrauen zu entwickeln. sus
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