Neubauten und Sanierungen: Neukölln kann sich Wünsche erfüllen

Neukölln. Vom Haushaltsüberschuss des Landes bekommen die Bezirke etwas ab. Neukölln will seine 17,5 Millionen Euro in sieben Neubau- und Sanierungsprojekte investieren, für die bisher kein Geld da war.

"Sondervermögen Infrastruktur für die Wachsende Stadt" (Siwa) heißt das vom Abgeordnetenhaus vor wenigen Tagen beschlossene Programm. Mit der Hälfte des Haushaltsüberschusses von fast einer Milliarde Euro werden Schulden des Landes getilgt, die andere Hälfte fließt in die soziale Infrastruktur der Stadt. Die Bezirke erhalten insgesamt 120 Millionen Euro.

Neukölln freut sich über seinen Anteil von 17,5 Millionen Euro. Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD): "Das Programm bedeutet eine Zeitenwende für uns. Jetzt können wir Projekte angehen, die schon jahrelang anstehen, für die wir aber kein Geld hatten." Angesichts eines Investitionsrückstaus von über 100 Millionen Euro sei dies ein guter Anfang.

Wofür wird das Geld ausgegeben? Die größte Summe wird mit sechs Millionen Euro in den Neubau der Zentralsterilisation des Vivantes Klinikums Neukölln an der Rudower Straße 48 fließen. Das 30 Jahre alte Gebäude ist völlig marode.

Rund 4,6 Millionen Euro investiert Neukölln in einen Schulerweiterungsbau für den gebundenen Ganztagsbetrieb mit Bibliothek auf dem Campus Efeuweg.

Auf Platz drei folgt die Erfüllung des lang gehegten Wunsches nach einem Neubau für das Freilandlabor Britz. Das alte Gewächshaus, 1984 für die Bundesgartenschau erbaut, hat seinen Zenit längst überschritten. "Ein Neubau wurde oft diskutiert, scheiterte aber immer wieder am Geld", so Giffey. Der neue Bau im Britzer Garten mit Ausstellungsflächen, Seminar- und Büroräumen kostet zwei Millionen Euro.

Weitere Mittel aus dem Programm werden verwendet für folgende Projekte: Neubau des Kinder-, Jugend- und Elterntreffs Blueberry Inn an der Reuterstraße 10 (1,7 Millionen Euro), Neubau des lange geschlossenen Kita-Eigenbetriebs SüdOst in der Bornsdorfer Straße (1,2 Millionen), Sanierung des Sportplatzes der Fritz-Karsen-Schule an der Onkel-Bräsig-Straße (1,2 Millionen) und die Sanierung des Kinderclubhauses Zwickauer Damm (850.000 Euro).


Sylvia Baumeister / SB
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