Neukölln profitiert vom Investitionsprogramm für Schulen

Neukölln. Der Senat hat ein Investitionsprogramm für Schulen angekündigt. Bildungsstadträtin Franziska Giffey (SPD) möchte mit dem Geld vor allem den Campus Efeuweg in der Gropiusstadt voranbringen.

"Wir rechnen mit etwa neun Millionen Euro", sagt die Stadträtin. Von dieser Summe sollen nach Aussage des Senats mindestens 70 Prozent an Schulen gehen, die Bauvorhaben realisieren wollen.

Franziska Giffey hat einen großen Wunsch. Sie möchte den Masterplan für den Schulcampus Efeuweg in der Gropiusstadt voranbringen. Hier wachsen die Walt-Disney-Grundschule und die Liebig-Sekundarschule zu einer Gemeinschaftsschule zusammen, in der die Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse gemeinsam lernen. Auch das Oberstufenzentrum Lise Meitner soll sich in einem Neubau auf dem Areal ansiedeln.

"Die Gemeinschaftsschule ist auf einem guten Weg", sagt Franziska Giffey. Sie freut sich darüber, dass erstmals seit Jahren die Zahl der ABC-Schützen steigt. "Wir werden zum neuen Schuljahr drei erste Klassen aufmachen." Damit sei die Tendenz überwunden, dass die Eltern aus dem Bezirk wegziehen, wenn ihre Kinder in das schulpflichtige Alter kommen.

Ein Ziel der Stadträtin ist es, am Efeuweg ein "Zentrum für Sprache und Bewegung" zu bauen, ein Ort für die Ganztagsbetreuung für Schüler. "Mit dem angekündigten Investitionsprogramm könnte dieser Neubau nun in absehbarer Zeit Wirklichkeit werden", hofft Franziska Giffey.

Im vergangenen Jahr hat der Bezirk bereits vom Bonusprogramm des Senats profitiert. Es ist besonders für Schulen in sozialen Brennpunkten gedacht und für sechs Jahre angelegt. Dem Bezirk wurden 3,2 Millionen Euro für 44 Schulen - das sind zwei Drittel aller Neuköllner Schulen - zur Verfügung gestellt.

Mit dem zusätzlichen Geld konnten sich die Schulen kleine und größere Wünsche erfüllen. So wurden Bibliotheken und Elterncafés gefördert, Lernwerkstätten eingerichtet, Sprachförderungsprojekte aufgebaut, Theater- und Kunstprojekte finanziert, Erzieher-Workshops angeboten oder neue Sport- und Gesundheitsangebote realisiert.


Klaus Tessmann / KT
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