92-jährige stirbt bei Wohnungsbrand

Neukölln. Erneut hat ein Wohnungsbrand im Bezirk ein Todesopfer gefordert. Die Feuerwehr appelliert erneut an Mieter, Rauchmelder einzubauen. Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) fordert eine gesetzliche Pflicht für die "kleinen Retter".

Obwohl die Feuerwehr den Kleinbrand am 8. April schnell unter Kontrolle bringen konnte, kam für eine 92-jährige Mieterin beim Brand ihrer Wohnung in der Mareschstraße jede Hilfe zu spät. Der Brand war gegen zwei Uhr früh im Schlafzimmer der Seniorin ausgebrochen. Einsatzkräfte der Feuerwehr fanden in der Wohnung die bewusstlose Frau vor. Wiederbelebungsversuche des Notarztes blieben erfolglos. Er konnte nur noch den Tod der 92-Jährigen feststellen.Nach diesem Vorfall appelliert die Berliner Feuerwehr erneut an Mieter, in ihren Wohnräumen Rauchmelder einzubauen. Der im Notfall ausgelöste Alarm könne den nötigen Vorsprung geben, sich und andere in Sicherheit zu bringen.

Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) unterstützt die Forderung der Feuerwehr nach einer gesetzlichen Pflicht der "kleinen Retter", für die es nur in Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bisher noch keine gesetzliche Regelung gibt. Dabei sind Rauchmelder schon für einen geringen Anschaffungspreis zu erwerben und leicht anzubringen. "Der Tod dieser Frau hätte wahrscheinlich verhindert werden können, wenn ihre Wohnung mit Rauchmeldern ausgestattet gewesen wäre", meint Liecke. Um die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren, sind Rauchmelder Bestandteil jedes "Begrüßungspaketes", das Eltern jedes neugeborenen Kindes im Bezirk erhalten.


Slyvia Baumeister / syri
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