"Art Grain" präsentiert Künstler im Körnerkiez

Auch die Werke des Neu-Neuköllners Masaki Yada sind auf der Art Grain im Körnerkiez zu sehen. (Foto: Sylvia Baumeister)

Neukölln. Im Körnerkiez gibt es eine riesige Auswahl an spannenden Kunststätten. Einen Blick in diese Welt gewährt eine Auswahl von sieben sehr unterschiedlichen Orten bei geführten Kunstrundgängen am Freitag, 11. Oktober, von 11 bis 22 Uhr.

Im kleinen und ruhigen Körnerkiez hat sich seit einigen Jahren ein spannendes Kunstleben entwickelt. Immer mehr Künstler aus aller Welt sind hier anzutreffen in ihren Galerien, Ateliers, Kunsträumen oder Werkstätten. Der seit 2008 hier angesiedelte Verein WerkStadt Berlin hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Szene einmal jährlich einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. "Selbst wer hier lebt, traut sich oft nicht, einmal in ein Atelier und eine Werkstatt zu gehen und die Künstler anzusprechen. Bei uns haben sind sie ausdrücklich dazu eingeladen", erzählt Cathérine Koebel vom Verein. Auf der "Art Grain" am 11. Oktober, die in diesem Jahr zum vierten Mal veranstaltet wird, haben Kunstinteressierte auf geführten Touren die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu blicken - und dabei mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen.Vier geführte Touren durch den Körnerkiez werden von Kunstführern des Vereins WerkStadt jeweils um 18, 19, 20 und 20.15 Uhr auf Deutsch angeboten. "Nicht nur Nachbarn, auch Kuratoren, Sammler und Kunstinteressierte aus dem Umland kommen jedes Jahr gern", sagt Sina Ness, die zum Team gehört. Eine weitere Tour auf Englisch beginnt um 19.30 Uhr. Alle Touren sind kostenlos und starten vor dem kunstraum t27 in der Thomasstraße 27. Insgesamt sieben verschiedene Orte werden in eineinhalb Stunden vorgestellt. Dazu gehören etablierte staatliche Galerien wie die Galerie im Körnerkiez ebenso wie freie junge Ateliers.

Erstmalig zeigt der japanische Künstlers Masaki Yada auf der ArtGrain in einem kleinen Atelier in der Emser Straße 129 seine Gemälde. Erst vor fünf Monaten kam der 44-Jährige frisch aus London hierher, wo er zuvor elf Jahre lang gelebt hat. "Die spannende Mischung dieses von Arbeitern geprägten Viertels mit der inzwischen etablierten Kunstszene hat mich und einige meiner Freunde nach Neukölln gezogen", erzählt der aus Tokio stammende Künstler, dessen Stil durch mittelalterliche und moderne, holländische und fernöstliche Einflüsse geprägt ist.

Alle Veranstaltungsorte können zwischen 18 und 22 Uhr auch außerhalb der Führungen aufgesucht werden. Zum Abschluss lädt der Verein WerkStadt in der Emser Straße 124 ab 22 Uhr zur After Walk Party ein.

Alle Veranstaltungsorte sind zu finden unter www.werkstadt-berlin.com

Sylvia Baumeister / SB
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