Ausstellung "fotokonkret" im kunstraum t27

Auch dieses C-Print von Yala Juchmann wird auf der Ausstellung "fotokonkret" gezeigt. (Foto: Yala Juchmann)

Neukölln. Was kann konkrete Fotografie sein? Auf die Such nach einer Antwort begibt sich der Kunstverein Neukölln mit der Ausstellung "fotokonkret", die bis 5. Mai in der Thomasstraße 27 zu sehen ist.

Gezeigt werden im kunstraum t27 in der Thomasstraße 27 bis 5. Mai fotografische Arbeiten von den vier Künstlern Kirsten Heuschen, Yala Juchmann, Viram Lyonn und Jens Waldenmaier. Die Künstler thematisieren das Fotografische an sich und fokussieren die medialen Bedingungen: das Licht, die lichtempfindlichen Trägermaterialien, fotochemische Vorgänge, den Apparat. Auf ihre eigene Weise loten sie die spezifischen Möglichkeiten des Mediums aus. Auf sehr unterschiedliche Weise experimentieren die vier Künstler der Ausstellung mit Material, Technik, Zeit und Raum. Kirsten Heuschen verwendet ein transparentes Material, das durch unregelmäßige Überlagerungen eine stark tiefenräumliche Bildwirkung erzeugt und verwendet für eine installative Wandarbeit die Cyanotypie als altes fotografisches Edeldruckverfahren. Für ihre serielle Arbeit "elysian fields" nutzt Yala Juchmann das Erdreich als Kamerakörper, durch den das Licht sich einen Weg zu lichtempfindlichem Material bahnen muss. Das Thema der Reproduzierbarkeit von Fotografie greift Viram Lyonn in seinen Arbeiten auf. Er fotografiert vorhandene Bildmotive und verfremdet sie immer stärker durch wiederholtes Kopieren des jeweils neuen Fotos. Jens Waldenmaier erforscht mit seiner Kamera den Raum über eine bestimmte Zeit hinweg und hält dessen Veränderungen in einem einzigen Bild fest.


Slyvia Baumeister / syri
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden