Bauarbeiten auf dem Vorplatz der VHS starten

Ungepflegt, unübersichtlich und langweilig wirkt der Vorplatz des Hauses der Volksbildung bisher. (Foto: Sylvia Baumeister)

Neukölln. Die Aufenthaltsqualität in und um das Haus der Volksbildung in der Boddinstraße 34 soll für Anwohner und Besucher verbessert werden. In einem ersten Schritt wird der Vorplatz des Bildungsstandortes bis November vergrößert und aufgewertet. Das Vorhaben stößt bei Anwohnern aber auch auf Kritik.

Das Haus der Volksbildung beherbergt neben Räumen der Otto-Suhr-Volkshochschule auch eine Unterrichtsstätte der Musikschule Paul Hindemith sowie die Abteilung Bildung, Schule, Kultur und Sport des Bezirksamtes. Repräsentativ wirken aber sowohl der Eingangsbereich des Hauses in der Boddinstraße 34 als auch der Vorplatz nicht. Von der nahe gelegenen Hermannstraße ist dieser für den Bezirk so wichtige Bereich gar nicht einsehbar. Insgesamt wirkt der Vorplatz, den ein mit Unkraut übersätes Hochbeet ziert, sehr ungepflegt. Das schafft bisher keine Aufenthaltsqualität für Anwohner und Besucher. Mit Baumaßnahmen, die in diesen Tagen beginnen werden, soll sich dies jetzt ändern.

Zu den Plänen, die nach einer Befragung von Anwohnern, Nutzern und Passanten im Oktober 2012 von der Landschaftsarchitektin Birgit Teichmann entworfen wurden, gehören unter anderem die Umgestaltung der Pflasterung in einen Gehweg- und einen Vorplatzbereich. Das Hochbeet wird entfernt. Der Platz erhält ein Sitzelement, das von Kursteilnehmern der VHS entworfen werden soll. Der Baum auf dem Vorplatz bleibt erhalten. Entlang der gesamten Fassade wird das Gebäude beleuchtet, der Eingangsbereich nach links versetzt. Der Platz wird zur Straße hin vergrößert und abgepollert, damit Menschen, die sich dort aufhalten, nicht durch Fahrzeuge gefährdet werden. Die Kosten von 60 000 Euro werden mit Mitteln des Programms Soziale Stadt vom Quartiersrat Flughafenstraße unterstützt.

Da fünf Parkplätze vor dem Haus entfallen werden, stoßen die Pläne bei einigen Anwohnern auch auf Kritik, wie sich bei einer öffentlichen Vorstellung der Pläne durch die Landschaftsarchitektin am 22. August zeigte. VHS-Direktor Bernd Müller begrüßte dagegen die geplanten Veränderungen. Angesichts des stark steigenden Angebots der VHS müsse das Haus offener für den Kiez werden. Müller: "Aus unserer Sicht sind die Baumaßnahmen sinnvoll und notwendig." Auch im Eingangsbereich des Hauses wird es bis 2015 abschnittweise mehrere Baumaßnahmen geben. Vorgesehen sind unter anderem ein Aufenthaltsbereich sowie ein Hausleitsystem. Diese Maßnahmen werden von der Senatsinitiative Aktionsraum Plus mit 220 000 Euro finanziert.


Sylvia Baumeister / SB
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